Sehnsucht nach der Bohème Bourgeoiser End-Dreißiger blickt in eine rosige Zukunft 
bouletten ohne ende

und kommt mir bloß nicht mit frikadellen

rettet das fleischpflanzerl

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Tagebuch von Henri Hochofen

Januar 2007

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Montag, 1. Januar 2007 (Mehr essen und mehr trinken)
(15:29 Uhr)

Das neue Jahr beginnt gleich mit einem viel zu kurzem Kuß. Und mit nicht freigegebenen Fotos. Und mit Tränen. Die Gesprächstherapie, für die ich mich angemeldet habe, muß ich mir noch mal überlegen. Hat Simone schon wieder eine neue Handynummer? Schwangerenratgeber tragen nicht nur zur Beruhigung bei. Nadja soll mehr Milchprodukte zu sich nehmen. Bafoeg immer noch einen Antrag wert. Der Kaninchenkäfig müßte mal wieder gereinigt werden. Nerviger Tatort.

Dienstag, 2. Januar 2007 (Weniger essen)
(23:57 Uhr)

Nadja hatte den Wagen sehr nah am Gehsteig geparkt. Wie konnte ich ahnen, daß der Gewichtsunterschied. Auch schwanger. Noch so enorm ist. Daß die Fahrertür sich mit mir am Steuer nicht mehr schließen läßt. Nette Nachbarn in Spandau. Schlüsselübergabe. Nadjas frühe Plastiken sind bereits in der Wohnung. Gänse werden angeblich mehrmals gerupft. Wedding soll der neue Kiez werden. Eines Tages wird mich Nadja fragen, was aus dem Schrank geworden ist. Der heute meinen Abbauversuchen erlegen ist. Bei der letzten Schraube. Umzugsauktion läuft gut an. Guiliani möchte Präsident werden. Die Heizung ist ausgefallen. Die Hausmeisterin meint, es wäre Luft in der Heizung. Nadja mokiert sich über unseren Physikunterricht.

Kommentar
 
  • stammleser ( 10.01.2007 um 13:29 Uhr )

    Was ist los? So viel Stress?

  •  
  • Henri Hochofen ( 16.01.2007 um 07:04 Uhr )

    a,
    der stress, in der tat
    und b,
    hab ich jetzt ein moleskine

  • Mittwoch, 3. Januar 2007 (Umfrage: 60 Prozent der Bayern wollen Stoiber nicht mehr)
    (23:36 Uhr)

    Und die Wahlbeteiligung bei einer Landtagswahl liegt nicht viel über 40 Prozent. Umzugsfirma beauftragt. Kühlschrank abgetaut. Kisten gepackt. Heizung geht immer noch nicht. Die Heizung müsse sowieso mal gewartet werden, meint die Hausmeisterin heute. Mit dem Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart muß ich mich nun doch nicht beschäftigen. Schlaudraff macht seinem Namen alle Ehre.

    Donnerstag, 4. Januar 2007 (Erste Nacht in Spandau)
    (23:21 Uhr)

    Komme früher, gehe früher. Nur die Umzugsfirma, die kam später. Von 17:00 bis 21:00 Uhr gebucht, erschienen sie erst kurz vor sechs. Gutgläubig und idealistisch kaufe ich schweinefleischlose Brotzeit und Cola. Und helfe fleißig mit, damit sie keine Überstunden machen müssen. Bis auf den Monstertisch hatte ich jedes Teil selbst in der Hand. Weil ich geholfen habe, zahle ich 80 Euro mehr als erwartet. “Sie nehmen uns Zeit! Wir wären sonst nicht fertig geworden.” Erster Besuch in der kleinen Kneipe in unsrer neuen Straße. Sechs Spandauer Rentner und Rentnerinnen machen einen guten Eindruck. Spezi und Weizenbier (ohne Reiskorn). Zusammen für 3,70 Euro. Noch ehrlichere Bierpreise als im Wedding. Und im Lautsprecher Marianne Rosenberg. Nadja macht sich Sorgen, weil ich nicht abhebe. Schuld sind die Boxen. Und Howard Carpendale. Der Thailänder drei Häuser weiter vorne wird sogar von Bewohnern anderer Spandauer Stadtteile gelobt.

    Freitag, 5. Januar 2007 (Muskelkatarrh)
    (23:39 Uhr)

    Muskelkater. Der schwereren Sorte. Wikipedia meint, es liegt nicht an der Milchsäure. Der Geruch im Bad verzieht sich hoffentlich noch. Nadja hört nicht gern von regelmäßigen Mahlzeiten. Mache meinen Frieden. Mit Radio Eins. Der Donaukurier meldet Interesse von Olav Thon an Ingolstadt. Engpässe bei Bio-Produkten. Wenn die Bio-Kartoffel künftig aus Ägypten kommt, und nicht aus der Region, dann ist sie zwar bio, aber nicht öko. SPD Wiesbaden ging baden.

    Samstag, 6. Januar 2007 (Langnese gibt’s auch hier beim Baumarkt)
    (23:06 Uhr)

    Hormonschwankungen. Die ersten dreißig Umzugskartons auch für Rostock. Bücherregale schon im Kasten. Zauberer-von-Oz-DVD ruckelt. Nadja bevorzugt ohnehin noch immer den Zauberer der Smaragdenstadt. Braunen Bär beim Praktiker gegessen. Und in Retro-Begeisterung beinahe zu einer Großpackung Capri gegriffen.

    Sonntag, 7. Januar 2007 (Schweiners mit Knödeln)
    (02:12 Uhr)

    Geregeltes Sonntagsessen. Schweinebraten. Mondamin. Nadja hat in den Zulassungsvoraussetzungen von Karls Studiengang geschmökert. John Homeboy erwägt eine kleine Investition in Bayern. Richie interessiert sich für Christiansen. Wo Landrätin Pauli Stoiber zu einem Rückzug in Ehren rät. Gysi scheint auch zugenommen zu haben. Nadjas künstlerisches Oeuvre sicher im Wagen verstaut. Andretzky schickt chiffrierte Kommentare. Schaf im Schafspelz.

    Montag, 8. Januar 2007 (Noch immer Nachmieter gesucht (für Wedding))
    (21:27 Uhr)

    Vermieter hat nichts weiter in der Wohnung gemacht. Die Woche wird beschwerlich. Beschäftigung mit Spring Web Flow kann intensiviert werden. Potentielle Nachmieter melden sich nicht mehr. Trotz der drei freien Monatsmieten. Verwöhnte Stadt. Hausmeister meint dennoch. Ich solle noch warten, mit dem Weißeln. Er sucht weiter. Erster vegetarischer Döner in Spandau. Kleiner Rundgang um den Block. Wenig Hunde. Wenig Hundebesitzer. Aber auch. Wenig Kneipen. Werde öfter im Maximilianstübchen landen. Als mir lieb ist. Stoiber vernimmt Auftrag zum Weitermachen.

    Mittwoch, 10. Januar 2007 (an apple a day)
    (21:44 Uhr)

    Auch Arsenal will Ribery. Kommt mir bloß keiner damit, daß ich schrullig wär. Ich weiß jetzt, was schrullig ist. Apple stellt iPhone vor. Nadja möchte nicht für Dinge gelobt werden, die sie gut kann. Umzugsfirma so gut wie beauftragt. Bei Ikea drängt man mir ‘ne Apfelschorle auf. Für 50 Cent.

    Donnerstag, 11. Januar 2007 (Schöner wohnen)
    (22:05 Uhr)

    Bin nun amtlich bestätigter Bewohner Spandaus. Delling und Netzer auch privat per Sie. Am Wochenende sollen die Bodenleisten angebracht werden. Und die Spüle. Außerdem sollen wir bald ‘nen Elektroherd bekommen. Vielleicht läßt sich irgendwann auch mal Theos Balkontür öffnen. Ob der studierende Vietnamese, der sich für meine alte Wohnung interessiert, größere Chancen hat als der Punker letzte Woche. Die alten Möbel würde er auf jeden Fall nicht behalten wollen.

    Freitag, 12. Januar 2007 (Wegen des Schildes)
    (23:55 Uhr)

    An der Tankstelle wird meine EC-Karte nicht akzeptiert. In Falkensee werde ich geblitzt. Bei der Feuerzangenbowle bin ich grantig. Und der Hausmeister könnte ein bißchen fürsorglicher mit menen potentiellen Nachmietern umgehen. Wobei Nadja die letzte Meinung nicht teilt.

    Samstag, 13. Januar 2007 (Zerstreuer und Zerstäuber)
    (23:33 Uhr)

    Warten auf Stoibers Rücktritt. Zum ersten Mal in Nadjas Büro geguckt. Kein Bild vom Ehemann auf dem Schreibtisch. Hab ich ja auch nicht. Noch nicht. Umzugkartons von Lidl vergessen. Nadja nimmt Flaschenpfand und Dresdener Chipfabriken zum Anlaß für Grundsatzdiskussionen. Pflichtfilm. Das Geisterhaus. Da durfte sogar Richie länger ausbleiben.

    Sonntag, 14. Januar 2007 (Museales)
    (23:48 Uhr)

    Geregeltes Mittagessen. Gleich nach dem geregelten Frühstück. Glückliche Kinderaugen. So langsam müßten Nadjas Skulpturen und Gemälde alle verpackt sein. Aber das dachte ich schon letzte Woche. Noch immer sind nicht alle Exponate erfasst. Nadja kann sich nicht mal jetzt ruhig halten. Ende des achten Monats. Wofür holen wir uns eigentlich eine Couch? Sorgen um Theo.

    Montag, 15. Januar 2007 (Stoiber muss nicht mehr)
    (23:37 Uhr)

    Möbel Yildiz entrümpelt für 70 Euro. Nachdem ich einen Mitarbeiter bestochen habe. Mit dem Yakumo PDA, das ich auf Ebay verscherbeln wollte. Jetzt noch die Couch holen von den Schwiegereltern. Dann ist der meine rheumatische Seite betreffende Teil des Umzugs fast vorbei. Die Hausverwaltung meldet einen eventuell willigen Nachmieter. Michelle weißelt nicht. Nadja war schwimmen und zweimal gastronomisch unterwegs. Sie zeigt schon etwas Mitleid mit dem bayerischen Ministerpräsidenten. Claudia sagt, die absolute Mehrheit der CSU in Bayern sei stoiberunabhängig in Gefahr. Bleibe da entspannt. Nofalls kehre ich mit dem ersten Wohnsitz nach Bayern zurück. Strom-Jahres-Rechnung niedriger als erwartet. Der Vermieter schließt nun doch einen Gasherd an. Und sägt die ersten Bodenleisten zurecht.

    Dienstag, 16. Januar 2007 (Lost in translation)
    (07:07 Uhr)

    Habe eben die letzten zwei Wochen abgetippt. Und entdecke in der Tat. Es fehlt der neunte Januar. Laut Kalender soll der Tag aber regulär stattgefunden haben. Es gibt ihn übrigens noch. Den Sonderurlaubstag wegen Umzugs. Zumindest in der freien Wirtschaft. Grünes Licht vom Hausmeister. Nachmieter hat mündlich zugesagt. Deal wird im Februar besiegelt. Alten-Doku-Fiction im ZDF. Etwas plakativ. Die Armut soll authentisch wirken. Was soll man machen mit 550 Euro Rente und einem niedrigen Budget? Wer die Axt im Hause hat, den rettet auch kein(e) Zimmermann. Nadja hat schlecht geschlafen. Bereite mich auf den Sofa-Transport vor. Mit Zapfenstreich um 23:00 Uhr. Und mit Diclofenac. Kein weißer Rauch in Kreuth.

    Kommentar
     
  • anonym ( 20.01.2007 um 11:49 Uhr )

    Was ist denn das für eine merkwürdige Website? Und wer ist Claudia?

    Ich glaube ich habe noch nie eine Frau gekannt, die Claudia heißt.

    Dafür eine Ulrike, Gaby, Angelika, Hilla (eigentlich Hildegard), Maren,Susanne.

    Jetzt kenne ich eine Alexandra und das ist gar nicht gut.

    Was hat diese Seite moit Morbus Bechterew zu tun? Darber bin ich auf diese Seite gestoßen.

  •  
  • Henri Hochofen ( 21.01.2007 um 12:21 Uhr )

    Claudia ist Geschichte. Aber wir telefonieren noch.
    Und der Bechterew ist der Grund für das ganze Diclofenac, das hier dauernd erwähnt wird.

  • Mittwoch, 17. Januar 2007 (Nihil novi de domus puero IV)
    (10:42 Uhr)

    Wechsel in den Anforderungen. Halber Tag Urlaub. Ehrliche Preise bei Robben & Wientjes. Bechterew scheint sich bis zu den Schwiegereltern rumgesprochen zu haben. Wäre ohnehin nicht zu verbergen gewesen. Diclofenac wirkte nur 12 Stunden. Fachsimpeleien über Acryl mit Vermieter und dessen Tante. Wie hat Tom Sawyer das mit dem Zaunpfahl nur hingekriegt? Benedikt empfiehlt, heute die SZ zu lesen. Seite 38. Umfasst in Berlin aber nur 34 Seiten. Number Four versucht, mir das Ding zu besorgen. Riesenpublicity für Varasdin. Nadja leidet an meiner Entschluß-Verwerfungs-Freudigkeit. Richies Zimmer fürs Malern abgeklebt.

    Donnerstag, 18. Januar 2007 (Si vis pacem para bellum)
    (10:53 Uhr)

    Oder wie Number Four immer sagt. Pax vivis. Beziehungsweise. Si vis pacem, vivas sole. Aber wir wissen ja. Die Ehe ist eine Fortsetzung des Zölibats. Mit anderen Mitteln. Die Ruhe vor dem angekündigten Sturm. Angesichts eines Arbeitsweges von 90 Minuten ziehe ich die Anreise mit dem Schiff in Erwägung. Man macht sich so seine Gedanken an der Haltestelle. Stoiber erklärt Rücktritt. Bitte nicht Huber. Mediamarkt unterstützt die Beteuerung, daß die Vorsilbe “Sau” heutzutage nicht mehr beleidigend gemeint ist, sondern lediglich der Verstärkung dient. Aber erklär das mal “Sau-Preißn”. Kaum zieht sich Stoiber zurück, fahren in Bayern keine Züge mehr. Der Architekt des Berliner Hauptbahnhofs hätte sich mal besser um die Statik gekümmert. Als um sein Urheberrecht. Kyrill erwischt mich auf dem falschen Fuß. Bin aber nur naß geworden.

    Freitag, 19. Januar 2007 (Beckstein und Huber versuchen, Seehofer zu mobben)
    (22:15 Uhr)

    Beckstein fordert Seehofer auf, auf die Kandidatur für den Parteivorsitz zu verzichten. Wieso fordert er nicht Huber auf? Weil der ein Signal zu Geschlossenheit gesetzt habe, indem er auf Ansprüche auf das Amt des Ministerpräsidenten verzichtet habe? Do, ut des. Wieso setzt Beckstein kein Zeichen zur Geschlossenheit und verzichtet ebenfalls auf das Amt des Ministerpräsidenten. Und zwar. Do, sine ut des. Seehofer kann auch Ministerpräsident werden. Ich liebe die demokratischen Parteien. Die nicht abstimmen lassen wollen.

    Samstag, 20. Januar 2007 (Mäeutik)
    (23:00 Uhr)

    DDR-Diskussionen. Der Oberstaatsanwalt entdeckt die Folgen von Kyrill. Einkaufen für Karls Party. Nadja hat Angst vor der vielen Arbeit bis zum Umzug. Theo bekommt eine Münchner Hebamme. Aber keine Angst. Keine in Homeboy-Kreisen bekannte Dame. Richie tischt ein Worst-Case-Szenario auf, das vor drei Wochen noch als völlig weltfremd zu den Akten gelegt wurde. Die Besetzungsliste von Rossini hat nach elf Jahren noch dazu gewonnen. Hoffentlich knickt Seehofer nicht ein.

    Kommentar
     
  • Eros Thematik ( 23.01.2007 um 19:36 Uhr )

    Mäeutik - spricht mir aus dem herzen,
    mit dem advocatus diaboli führe ich des öfteren Dialoge

  •  
  • Henri Hochofen ( 2.02.2007 um 02:02 Uhr )

    Ja, ich bin Sokratiker…

  • Sonntag, 21. Januar 2007 (Abteilung Attacke und die Politik)
    (23:15 Uhr)

    Vier Mahlzeiten an einem Tag. Leuchtende Kinderaugen. Erstaunlich, daß wir trotzdem den Keller entrümpelt haben. Warum Jeanette Biedermann nach dem Geständnis noch mal singen durfte, versteht nur der Tatort-Autor. Uli Höneß bei Christiansen. Si tacuisset. Über die Ablösung von Stoiber. Ich halte es in diesem Punkt mehr mit Dietl. Ist doch alles ganz normal! Wenn schon Christiansen nicht kritisch nachfragt. Wieso fiel Söder der Vergleich nicht ein? Daß auch der FC Bayern, trotz großer Erfolge in der Vergangenheit, vor Ablauf der Legislaturperiode, ab und zu den Trainer feuert.

    Montag, 22. Januar 2007 (Frisch gestrichen)
    (22:44 Uhr)

    Fensterwand von Richies Zimmmer gestrichen. Pizzadienst läßt mich im Stich. Bei langen Diskussionen geht einem selten ein Licht auf. Nachmieter will Heizungswartung übernehmen.

    Dienstag, 23. Januar 2007 (Pause)
    (00:45 Uhr)

    Wenig Schlaf. Elektroherd ist da. Noch nicht angeschlossen. Aber. Immerhin. Bodenleisten sind komplett verlegt. Wenn sich jetzt noch die Balkontür öffnen läßt, kann Nadja kommen. Junior verteilt das Fell des Bären etwas früh. Küssende Smileys. Kühlschrank in Betrieb genommen.

    Mittwoch, 24. Januar 2007 (Wannseekonferenz)
    (23:21 Uhr)

    Auch Elizabeth und John melden sich für die Berlinale an. Wenn auch die übrigen Homeboys anwesend sein sollten, berufe ich die erste Homeboys-Wannseekonferenz ein. War wieder ganz hoch auf der Leiter. Aber der Farbton Granada richtet nicht viel aus. Gegen ein dunkles, schnödes Rot.

    Donnerstag, 25. Januar 2007 (Like Dolphins can swim)
    (23:52 Uhr)

    Nadjas Glucose-Test erstreckt sich über drei Stunden. Werfe die Schlüssel in den Briefkasten und verabschiede mich aus Wedding. Abenteuerliche Fahrt mit der 2,60m langen Leiter durch unbekannte Ausweichstraßen. Pünktlicher Pizzadienst. Ohne Muscheln. Nach dem Malern. Der Lieferant witzelt über meinen Einweg-Anzug. Blasen an den strapazierten Händen. Fühle mich mal wieder. Wie. The working class zero.

    Freitag, 26. Januar 2007 (Aufholjagd verschoben)
    (23:12 Uhr)

    Erich spricht mir komödiantisches Talent zu. Wer Flash-Bytecode liest, den kann man auch mal andere Materie zuschieben. Unser Native-Speaker wird ausgetauscht. Fröhliches Refaktorisieren. Bald reihe ich mich in die Reihe der Kernspaltungsgegner ein. Gratis-Essen für die ganze Belegschaft. Wintereinbruch bringt mir eine unerwartete Zugreise ein. Und ein Wiedersehen mit Schwerin. Und mit vielen, vielen “Ows”. Grabow, Güblow, Rastow. Nicht zu vergessen Bützow. Fehlstart in die Rückrunde. Auf NDR 2.

    Samstag, 27. Januar 2007 (Endlich mal wieder Weißbier)
    (22:36 Uhr)

    Die Schlagzahl für den Umzug erhöht sich. Dazwischen jagt ein Familienfest das nächste. Mutti gratuliert und möchte wissen, ob sie bei ihrer Berlin-Reise was zum Essen mitbringen soll. Ein Semester wollen wir noch probieren an der Fernuni. Die angebliche Nichtraucher-Kneipe entpuppt sich als Ente. Aber das dunkle Weißbier war vorzüglich. Lebe in der Schwangerschaft sehr asketisch. Aus Solidarität. Erstes Vollbad des Jahres.

    Sonntag, 28. Januar 2007 (Letzter Zapfenstreich)
    (23:02 Uhr)

    Garderobe und Richies Bett auseinandergeschraubt. Nadja leicht erkältet. Diverse Nickerchen. Auch Charly beginnt mit dem Packen. Die Handschuhe werden noch gebraucht. Zorros Assistentinnen geben keine Ruhe. Letzter Tatort in Rostock. Und letztes Weckerläuten um 3:30 am.

    Montag, 29. Januar 2007 (Mehr Licht)
    (23:41 Uhr)

    Verarschen kann ich mich selber. Heißt es oft. Aber in dem Punkt überschätzen sich die meisten. Mit der Acrylspritze die Bodenleisten verfugt. Wobei die Paste zunächst am falschen Ende tropft. Baum vorm Balkon wurde entfernt. Der Vermieter begründet dies mit einem sehr bekannten Goethe-Wort. Regale im Schlafzimmer aufgestellt. Sämtliche Blutbilder und Gesundheitszustände in Ordnung.

    Dienstag, 30. Januar 2007 (Qualifiziert sich der Championsleague-Sieger mittlerweile wieder automatisch für die Championsleage im nächsten Jahr?)
    (23:09 Uhr)

    Theo liegt richtig. Bayern wieder schwach. Ingo glaubt dennoch an die Meisterschaft. Außerdem ein Proxy-Error.

    Mittwoch, 31. Januar 2007 (Glaube an die Championsleage wächst wieder)
    (22:10 Uhr)

    Der Proxy-Error kommt von mir. Vergiß das Schließen deiner Input-Streams nicht. Scham. Frust. Und ziemlich viel Gelächter. Im Großraumbüro. Nadja tröstet unc meldet den Trainerwechsel als erster. Erstaunlich schnelle Reaktion. Karten für Junior besorgt. Bei Hitzfelds Heim-Debüt. Karl kennt wenig Studenten. Airbag abschalten für Beifahrersitz preiswerter als befürchtet.

     
     

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