Sehnsucht nach der Bohème Bourgeoiser End-Dreißiger blickt in eine rosige Zukunft
vater sein dagegen sehr

say it again, dad

da!!!

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Tagebuch von Henri Hochofen

Februar 2008

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Freitag, 1. Februar 2008 (Bayern siegt in Rostock)
(22:08 Uhr)

Bayern auch in Rostock mit zwei Gesichtern. Neuer Wind im Büro. Kampf um jeden Commit. Erwartet man von Gymnasiasten der zehnten Klasse mehr? Als Germany’s Next Top Model oder DSDS gucken.

Samstag, 2. Februar 2008 (Matratzencheck)
(23:13 Uhr)

Studiere ein paar Persistence-Annotations. Und eine Lucene-Abstraktion. Vielleicht ist Bam-Bams Ekzem auf eine schimmlige Matratze zurückzuführen. Selbiger scheint sich langsam von der Folgen der Impfung zu erholen. Oder. Leberwurstbrot schmeckt ihm mit Abstand am besten.

Sonntag, 3. Februar 2008 (Unterschiedliche Höhepunkte)
(23:16 Uhr)

Nadjas Sonntagshöhepunkt bleibt der Ausflug. Meiner die Rückkehr vom Ausflug. Erinnert mich an den Kinsey-Report. Wegen des Faschingsumzuges. Statt Zoo. Rieselfeldspaziergang. Mit Pferde-Besichtigung. Wenn Bam-Bam müde ist, spielt er nicht gern allein. Obwohl er nachts und beim Spaziergang sehr schön schlief, war er am Nachmittag sehr müde. Ein windelloses Experiment scheitert just wieder genau dann, wenn ich ihn auf dem Arm halte. Mittlerweile machen alle Vierbeiner “MMMM”. Bam-Bam läßt sich für erste Handlangertätigkeiten rekrutieren und bringt die Bauklötze, die er umgeworfen hat, auch wieder zurück.

Montag, 4. Februar 2008 (Vergessene Generation)
(23:22 Uhr)

Für eine Studie “Vitalität und Leistungsfähigkeit im Berufsleben” werden erwerbstätige Männer und Frauen zw. 20 und 35 und zw. 50 und 65 gesucht. Nadja kann sich inzwischen den Job aussuchen. Nicholson gefällt in einer weiteren Altersrolle. Waldspaziergang in der Mittagspause. Apple hat kein Sofa. Das Spitzenspiel bringt Nadjas Wochenendplanung durcheinander.

Dienstag, 5. Februar 2008 (Links zwo drei vier)
(23:10 Uhr)

Singen das Hohelied der Csv-Konfiguration. Erich droht mit der achten Dimension. Was nützt der SPD noch eine Politik, die Arbeitslose produziert, wenn die Arbeitslosen mittlerweile Linkspartei wählen. Ohne Pille kommt keiner mehr durch die Pubertät. Zapfenstreich um zehn.

Mittwoch, 6. Februar 2008 (Hello, I’m single)
(23:17 Uhr)

Metrobus auf der Heerstraße hält nicht überall. Gefühlte Auto-Geschwindigkeit. Homeboy-Greetings im Englisch-Kurs. “Do you come here often?”- Oder. “Hello, I’m single.” Nadjas Plan gerät durcheinander. Weil Bayern am Sonntag spielt. Wofür ich nun wirklich nichts kann. London drängt mich zum Wechsel.

Donnerstag, 7. Februar 2008 (Oma und Opa kommen)
(22:21 Uhr)

Stundenlange Meetings. Einkaufen in der Mittagspause. Die Großeltern aus Niederbayern haben sich angesagt. Bam-Bam freut sich über die Abwechslung und zeigt, daß er theoretisch auch schon ein paar Schritte alleine laufen kann. Fühle mich müde und unendlich schlapp. Nadja meint, ich hätte Fieber.

Freitag, 8. Februar 2008 (Fieber)
(23:54 Uhr)

Hätte auf Nadja hören und zu Hause bleiben sollen. Nach einem halben Tag im Büro ging’s nicht mehr. Rette mich ins Auto. Drehe Gebläse und Heizung voll auf. Mich friert trotzdem. Auch im Bett noch. Mit drei Decken. Fieber über 39. Nadja sagt meine Teilnahme am familiären Wochenendprogramm ab. Kopfweh. Und ein weiteres Telefonat mit London.

Samstag, 9. Februar 2008 (Quarantäne)
(22:59 Uhr)

Weiter 39 Grad. Quälende Kopfschmerzen. Erst als die Familie vom Ausflug zurückkommt, gönne ich mir ein fiebersenkendes Mittel. Schließlich delirierte ich noch nicht. Analgin. Nadja schläft im Wohnzimmer. Bam-Bam bei den Großeltern.

Sonntag, 10. Februar 2008 (Alles wird gut)
(23:03 Uhr)

Fieber fast weg. Kopfweh ganz weg. Alles leicht. Ein bißchen Schwindel noch. Die Ausflugsgesellschaft spaziert durchs Regierungsviertel und verspeist Eisbein. Ich willige ein, zur Regeneration noch einen Tag zu Haus zu bleiben. Ohne Fortune im Spitzenspiel. Diclofenac-Lieferung trifft ein.

Montag, 11. Februar 2008 (Gute Besserung)
(23:24 Uhr)

Die Schwiegermutter rät mir ab, morgen schon zur Arbeit zu gehen. Mein Vater scheint das erste Opfer in der Inkubationskette. Eigentlich wollte sich London heute melden. Ob Bam-Bam nach so vielen Großeltern-Tagen jemals wieder selbständig spielen wird? Dem Infekt gesellt sich ein Burn-Out hinzu. Angeblich wird Nadja in Niederbayern mit Simone verwechselt. Und es geht das Gerücht, ich hätte meine Schwester geheiratet.

Dienstag, 12. Februar 2008 (Ein Kleinkind hat im Jahr durchschnittlich dreizehn Erkältungen)
(22:51 Uhr)

Nun hat Bam-Bam 39,6. Das arme Baby. Nadja erfreut sich bester Gesundheit. Ein sehr männlicher Virus. Mein erster Arbeitstag kam vielleicht doch etwas früh. Krampf im Bein. Und ein kleiner Schwindelanfall.

Mittwoch, 13. Februar 2008 (Armer Papa)
(22:41 Uhr)

London bietet mir nur 24 Tage Urlaub an. Ein Zertifikat schützt vor Dilettantismus nicht. Nadja geht ins Helge Schneider Konzert. Bam-Bams Fieber ist fast weg. Aber. Er verweigert die Gute-Nacht-Milch. Das Einschlafen zieht sich über Stunden hin.

Donnerstag, 14. Februar 2008 (Valentinstag)
(23:57 Uhr)

Diesmal hab’ ich’s nicht vergessen. Bam-Bams Abenteuerlust kehrt zurück. Löst sich einfach von der führenden Hand und torkelt drauf los. Alarmstufe rot. Bayern fängt zwei Tore in Aberdeen.

Freitag, 15. Februar 2008 (Sogar der Schöpfer war am siebten Tag erschöpft)
(22:04 Uhr)

Manche Stelle Code hat seinen Namen verdient. Fortschritte bei der JSF-Beispielanwendung. Wochenendeinkauf bei Plus. Husten. Schnupfen. Herpes. Müdigkeit. Eingeschlafen mit dem Notebook auf dem Schoß.

Samstag, 16. Februar 2008 (Spezialsuchmaschinen)
(23:13 Uhr)

Bremen legt vor. Nadja schreibt ein paar Daos und stellt fest, daß wir wieder mal zu spät gekommen sind. Mit unserer Geschäftsidee. Das Rauchen bringt auch nur eine Bier- und Bratwurstsuchmaschine ein. Bam-Bam beruhigt sich nicht einmal bei uns im Bett.

Sonntag, 17. Februar 2008 (and say for you that the sun don’t shine…)
(23:20 Uhr)

Bam-Bam scheint uns mit seinen Laufversuchen in Angst und Schrecken versetzen zu wollen. Gitarre rausgeholt. C-Dur. F-Dur. G-Dur. Und. A-Moll. Nadja spielt die Melodie mit der Flöte. Borowski versucht’s als Colombo. John HomeBoy lebt nun schon seit zehn Jahren in Hannover und hat mir immer noch keine Karte für ein Bayernspiel besorgt. Luca Toni und Schweini sichern die Tabellenspitze.

Montag, 18. Februar 2008 (Die Entdeckung der Langsamkeit)
(22:26 Uhr)

Erich sucht weiter nach der XML-Webformel. Bam-Bam entdeckt die negative Beschleunigung und lernt sogar, daß man auch stehenbleiben kann. Damit sieht sein Laufstil schon etwas kontrollierter aus.

Dienstag, 19. Februar 2008 (Eingewöhnung)
(22:30 Uhr)

Die XML-Webformel kommt. Bam-Bam darf wieder im Schlafsack schlafen und spielt im Kindergarten. Heut war Eingewöhnung. Mit dem Feuerwehrauto. Nadjas Arbeitsvertrag eingetroffen. London taktiert.

Mittwoch, 20. Februar 2008 (In der Zipfelmütze)
(23:14 Uhr)

Setze meine alte Skimütze auf. Wegen der nassen Haare. Nadja will mich nicht kennen und bittet mich, mich schnell vom Haus zu entfernen, wenn ich gehe. Bam-Bam hat vor dem Frühstück schon zwei Tatüüü-Tataaa gesehen. Das Collocation-Team kehrt zurück. Zur Basis. Apple ist gespalten und hat beschlossen, sich zu ändern. Unobtrusive wirkt doch etwas aufgeräumter. Bam-Bam muß im Kindergarten die Überwindung von zwei Stufen erlernen. Morgen soll Nadja mal ‘ne Viertelstunde aus dem Zimmer gehen. Erich preist EJB. Und Nadja überrascht mich mit einer neuen Mütze.

Donnerstag, 21. Februar 2008 (4:1 gegen Aberdeen)
(23:43 Uhr)

Nadja kriegt den Katarrh. Bam-Bam macht große Lauffortschritte. In Irland gibt’s keine Postleitzahlen. Im Parterre raucht man mehr. Essen geh’ ich auch wieder. Scheiß-Gruppenndynamik. Europacup-Abende wie früher.

Freitag, 22. Februar 2008 (Das Baby läuft)
(23:47 Uhr)

Henri allein im Scrum. Wieso fällt mir bei one-and-ones und direct reports immer Gestapo ein? Erich hatte auch nur einen Tag hohes Fieber. Die DKP hat nicht an allem schuld. Nadja hat ‘ne Erkältung und wünscht sich mehr Mitleid. London hat mal wieder “some exciting news”. Bayerische Creme. Bam-Bam verfolgt mich bis in die Küche. Aufrecht und allein. Er kann noch kein Tablett in die Küche tragen. Aber sonst wirkt er. Trotz niedlicher Armhaltung. Schon sehr sicher. Um halb drei aufstehen. Ist zu früh.

Samstag, 23. Februar 2008 (Bayerischer Boden)
(22:31 Uhr)

Bam-Bam beim fröhlichen Laufen gefilmt. Anschließend mit dem Zug nach Bayern gefahren. Frauke hat das Ticket und Erwin den Gasofen abgedreht. Zwei von drei Fahrgästen niesen. Im ICE werden die erfreulichen Bundesligaergebnisse bekanntgegeben. Hardy holt mich in Ingolstadt am Zug ab. Gucken uns Diegos rote Karte an. Und dann geht’s in die Innenstadt. Denn Hardy wohnt nun wirklich nicht zentral. In Ingolstadt wird das Rauchverbot noch gelebt. Eine Pizzeria und zwei Kneipen. Wenn ich nicht früh genug auf alkoholfreies Weißbier umgestiegen wäre, hätte mir der Abend nicht bekommen. Hardy: “Des bringt s’Christkind aber net ois. Weil des bringt’s gor net ois auf’n Schlitten!” - Neffe: “Dann muaß’ hoit zwoa moi kemma…” Hardys Ersatzmetzger hot koane gscheid’n Wiener.

Sonntag, 24. Februar 2008 (Frühlings-Intermezzo in München)
(22:42 Uhr)

Treffe mich in München mit Ingo. Habe den Gärtnerplatz noch nie so voll gesehen. In der Sonne hat es über 20 Grad.
Februar in München
Die Karrierefrau von der Au hat ihre neue Immobilie bezogen. Natürlich ein türkisches Bad. Der Nachbar hat Premiere. Beim zweiten Kind sinken oft die Sicherheitsstandards. Und mit drei Monaten können Jungs schon vom Sofa fallen. Die Akademisierung löst sich vielleicht über Professorenwechsel. Der Bombenleger und Rummenigge ergänzen die Sitzplatzreihe in der Allianz-Arena. Leider wieder kein Heimsieg. Ingo erträgt die kontrollierte Defensive nicht mehr. Man freut sich auf Klinsmann. Trotz der drei Titel, die winken. Der Bombenleger hätte sich den Nockherberg gern aufgezeichnet, hat aber ab 19 Uhr keinen Anspruch auf den Satelliten. Junior verpaßt die U-Bahn. Er wohnt jetzt im Hotel. Und Number Four ist offiziell kein Single mehr. Damit ist nur noch Junior übrig, ist ja auch der Jüngste, doch der verliebt sich nicht mehr. Und wenn er bei Damen übernachtet, dann nur noch in Wohnzimmern. Heißt es. Fuji startet eine Faschingsoffensive bei Ruth-Maria von F. Bam-Bam hat einen Lachanfall auf einer Rutschbahn in Berlin. Der Februar-Sommertag hat Lust auf München gemacht. Mit dem Nachtzug ging’s zurück. Von der Landes- in die Bundeshauptstadt.

Kommentar
 
  • München-Kenner ( 15.03.2008 um 15:04 Uhr )

    Das ist nicht der Gärtnerplatz, sondern der Marienplatz

  •  
  • Henri Hochofen ( 16.03.2008 um 15:25 Uhr )

    Den Marienplatz hab’ ich ja auch schon voller gesehen als auf diesem Bild. Jedes Jahr zur Meisterfeier.

  • Montag, 25. Februar 2008 (I’ rauch’ natürlich mit)
    (23:05 Uhr)

    Vom Nachtzug ins Büro. Gut daß wir Duschen in der Arbeit haben. Kollegen rauchen zu viel. Und i ois brava Bua… Bam-Bam kann und muß von nun an auf eigenen Füßen stehen. Hoffentlich reicht die Eingewöhnungszeit. Beck erhält nur eine Gegenstimme im Parteivorstand.

    Dienstag, 26. Februar 2008 (Gekommen um zu bleiben)
    (23:10 Uhr)

    Nadja ist sich nicht sicher, ob man sich genug um Bam-Bam kümmert. In der Kita. London macht ein recht gutes Angebot. Aber. Überraschenderweise. Bietet auch Berlin eine Perspektive. Londons Geschäftsmodell wollte mir ohnehin nicht recht gefallen. Der Headhunter meint, ich würde das Bleiben bereuen. Er habe das so oft gesehen. In spätestens einem Jahr. Mir tut es auch um seine Provision leid. Er war so bemüht.

    Mittwoch, 27. Februar 2008 (Weiterhin drei Hochzeiten)
    (23:51 Uhr)

    Erich stellt die fatale Frage, ob er mich nicht irgendwo unterstützen könnte. Der Chef räumt auch noch den letzten Anlaß aus dem Weg, über London nachzudenken. In der 120. Derbyminute entschließt sich der Schiedsrichter doch noch zu einem Elfmeterpfiff und erlöst das Fernsehpublikum von Wolf-Dieter Poschmann. Apple liest Richard Bach als Ausgleich zu Battlestar Galactica. Beim einen sinkt das Selbstmitleid, beim anderen steigt es mit den Jahren.

    Donnerstag, 28. Februar 2008 (Erkältungswelle)
    (22:12 Uhr)

    Ein Javascript-Fehler entpuppt sich nach Entfernen sämtlicher Javascript-Elemente in allen inkludierten Dateien und nach mehreren Stunden als Linux-Firefox-Bug. Keine technischen Beschwerden beim HT. Kann man das Internet vor den Nutzern von Facebook verstecken? Nadjas Erkältung greift auf Bam-Bam über. Eingewöhnung muß unterbrochen werden. Wird alles etwas knapp. Nadja bekommt ein Auflösungsangebot, das sie nicht annehmen kann.

    Freitag, 29. Februar 2008 (Gutes Rad teuer)
    (23:22 Uhr)

    Bam-Bams Arzt empfiehlt Kälte und geöffnete Fenster. Bringe das Laufgitter beim Kindergarten vorbei. Am Eingang wird man gleich per Aushang begrüßt. “Wir haben Scharlach!” Jahresbewertung mit Firmenwerten in Einklang gebracht. Nadja hat sich für’s Wochenende einen Braten in den Kopf gesetzt. Hätte den drohenden Streik nicht ansprechen sollen. Denn die Rede fiel wieder auf ein Fahrrad am S-Bahnhof.

     
     

    Last, but not least ...         
    Henri Hochofen zu
    Frühlings-Intermezzo in München
    München-Kenner zu Frühlings-Intermezzo in München
    Henri Hochofen zu Ein echter Niederbayer
    Falk H. zu Ein echter Niederbayer
    Henri Hochofen zu Armes Baby
    Tobias zu Armes Baby
    Henri Hochofen zu Nikolaus
    Henri Hochofen zu Armes Baby
    S.L. zu Nikolaus
    Tobias zu Armes Baby

    © Henri Hochofen 2007