Tagebuch von Henri Hochofen
Mai/Juni 2004
Samstag, 1. Mai 2004 (Come to where the flavour is)
EU-Erweiterung. Claudia meint, die paar Jahre hätte die DDR doch warten können. Dann sähe vieles besser aus. Junior läßt sich in eine Sozialneid-Debatte verwickeln. Homeboy Number Four, der sich heute einen Film über das Donau-Delta ansieht, gibt gelungenen russischen Trinkspruch zum Besten. Und erzählt die alte Geschichte von den beiden Zen-Mönchen, von denen der eine nicht überwinden kann, daß der andere gegen die Vorschriften eine junge Frau berührt und über den Fluß getragen hat. Stunden später bricht er sein Schweigen und wirft es dem Mitmönch vor. Der entgegnet ruhig. „Ich habe die Frau am anderen Ufer abgesetzt. Warum trägst du sie immer noch mit dir herum?“ Junior verklärt die bayerischen Verfassung. Obwohl eben erst die Todesstrafe entfernt wurde. Gegen die Todesstrafe sei nichts einzuwenden, wenn „sie sparsam angewendet wird“. In der bayerischen Verfassung finden sich demnach wunderbare Formulierungen wie das Recht auf Arbeit. Scheint auch sparsam angewendet zu werden. Charles rettet mich vor einem Fauxpax. Konnte nicht ahnen, daß die Geliebte des Kleinkunstkollegen dieses Mal mit ihrem Mann am Tisch sitzen würde. Werder gewinnt 6-0. Bin mit Uli einig. Ein 1-0 am nächsten Samstag nützt uns gar nichts. Wir müssen die Bremer vom Platz fegen!
Sonntag, 2. Mai 2004 (Stuttgart kann sich nicht von Leverkusen absetzen)
Und Leverkusen spielt bald in Bremen... Hans Eichel dreht sich um 180 Grad. Schulden wieder legitim. Vom Sexuellen abgesehen, ein Sonntag, wie ich ihn mir wünsche. Obwohl mein Bäcker schon um halb elf restlos ausverkauft war. Ausgeschlafen. Gelesen. Sogar ein bißchen bewegt. Vermisse das Netzteil meiner Aktivlautsprecher. Claudia hat sich Haare schwarz gefärbt. Würde ich sie noch mit Früchtenamen belegen. Wie... wie weiland. So entschiede ich mich jetzt für Aubergine.
Montag, 3. Mai 2004 (Surrealer Blauer-Himmel-Nach-Gewitter-Morgen)
Es bleibt beim Konsolidierungskurs. Rekordverschuldung liegt auf'm Weg. Drei Spieltage vor Saisonende wird man ein paar Sprüche reißen dürfen. Bruder von Thomas Gottschalk hat scheinbar sein Geld beim Glücksspiel verloren. Und Sie können das auch! Beim Zähneputzen fiel's mir wie Schuppen vor die Augen. Verdränge ich etwas? Claudia boshaft, sie wünschte, es wäre so. Die Symptome verdränge ich nicht. Es geht um die Ursachen. „Du kennst die Ursachen?“ Gibt es denn welche? So bastelt ein jeder an seiner persönlichen mikrobiologischen Verschwörungstheorie.
Dienstag, 4. Mai 2004 (Darüber entscheidet nicht der Herr Bütikofer)
Wegen tausend Sasser keine Mittagspause. Tôbias scheint deutsche Rechtschreibung zu langweilen. Umfrage bei www.sueddeutsche.de. Was Ihr Auto über Ihr Sexleben aussagt. Is' scho' recht. Palmer bester Präsident, den Amerika je hatte. Kanzler ging auch bei chinesischem Staatsbesuch kein Licht auf. Wieder geht ein Tag vorüber. Ohne meiner zu gewahren. Claudia nervt mit Dr. Hackl. Wenn, dann will ich einen neuen Analytiker. „Du warst doch schon so weit!“ Das Tagebuch kann er ohne mich lesen. Mein Repertoire ist begrenzt. Von Prae-Diarium-Phase ist alles erzählt.
Mittwoch, 5. Mai 2004 (Tödlicher Internet-Flirt)
Claudia meint, das mache sie vorsichtiger. Und nicht nur sie. Gerade jetzt, wo Junior sich einen DSL-Anschluß zugelegt hat. Im Job werden erste Aufgaben an mich herangetragen. Noch immer keine Entwarnung bei Wundkontrolle. Sprechstundenhilfe kann meine Akte nicht finden. „Sind Sie Privatpatient?“ Privat-Akten liegen wahrscheinlich in der Schweiz, falls der Steuerprüfer kommt. „Nein. Hochofen ist der Nachname.“ Bei Anwendungsmöglichkeit liegt ein Fachbuch besser in der Hand. Modename Leni. Wegen neuer Webcam-History meidet Claudia das Studio 442. Konversation nur in der Küche.
Donnerstag, 6. Mai 2004 (IT-Träume)
Nicht daß ich sonst immer von grünen Wiesen und Heidi Klum geträumt hätte. Aber von einem Server und von Schaltkreisen? Das ist neu. Die Tischarbeitsfläche eines Bildschirmarbeitsplatzes muß größer als 1,28 m2 sein. Bei allen angerechneten Tischteilstücken darf die Tiefe 80 cm nicht unterschreiten. EU-Richtlinie für ideales Kugelschreibermaß ist noch nicht verabschiedet. Erst sind die Softwarepatente auf der Tagesordnung. Wie viele Steuerverschätzungen können sich Schröder/Eichel noch leisten? „Beim nächsten Mal kommen Sie früher!!!“ Entgegnete die Apothekerin beim Bezahlen. Wollte schon sauer werden. Aber sie meinte das Rezept. Verlieren seit neuestem nach vier Wochen die Gültigkeit. Um Tôbias zu schonen, lasse ich traditionellen Hamburger-Fischmarkt-Besuch ausfallen. Beinahe Prager Frühling. Herr E. soll gemobbt werden. Makaay kann spielen. Kondom aus Claudias Unicum-Wundertüte läuft leider schon 2009 ab. Und mit dem Dolormin-Probepäckchen kann sie auch nichts anfangen.
Freitag, 7. Mai 2004 (Workoholic)
Sekundärproblematik zwingt mich, vier Stunden Arbeit als Pause aufzuschreiben. Claudia möchte zurück aufs Lehramt wechseln. Ihre Cousine wird nächste Woche an der Leiste operiert. Angeblch wegen ihres Yoga-Kurses. Junior schien ziemlich verzweifelt. Angesichts der Tatsache, bis morgen früh kein Netzwerkkabel aufzutreiben. Diesbezüglich gefallene Bemerkungen Claudias erspare ich mir. Als die von fern angereisten Fans des Herrn E. gegangen waren, – Gerüchteküche im bayerischen Hinterland brodelt übrigens – wurde es an den Plattentellern sehr politisch. Von einzelnen Personalfragen abgesehen, hätte Gutmensch Bütikofer seine Freude gehabt.
Samstag, 8. Mai 2004 (Es ist angerichtet)
Sogar Claudia geht heut ins Stadion. Gegengerade. Ein multimedial einschlägig Bekannter postet seine Tagebucheinträge seit neuestem mehrfach. (→ Leserbrief) In sein Tagebuch, in sein Gästebuch, in die Gästebücher diverser bayerischer und englischer Musiker. Und auch der Hauptredner, der eine oder andere Fake-Name löst sich leicht auf, auch der Hauptredner im Gästebuch von Dr. Georg Ringsgwandl dürfte Stammlesern vertraut sein. Stadionverbot für Claudia. Werder würdiger Meister. Bei Bayern muß sich einiges ändern. Beschämende Einsatzbereitschaft. Bis auf Schweinsteiger und Makaay blieb in dieser Saison jeder Spieler unter seinen Möglichkeiten. Auge wär' mir lieber als Magath. Der Oberstaatsanwalt ißt Sellerie und geht in Helge-Schneider-Film. Quellwasser hat höhere innere Oberfläche als Brunnenwasser.
Sonntag, 9. Mai 2004 (Day after)
Den angebrachten radikalen Neuanfang des FC Bayern in der nächsten Saison zum Anlaß genommen, mich selbst in Frage zu stellen. 100 Prozent zu geben. Passivität zu überwinden. Hab seit Dostojewski nicht mehr 200 Seiten am Stück gelesen. Werde Pynchons Paranoia-Orgie spätestens nächstes Wochenende abschließen können. Die Gruselstimmen aus dem Off entpuppen sich als Juniors wireless sos signals. (→ Leserbrief)
Montag, 10. Mai 2004 (Kahn und der Baum der Erkenntnis)
Dann bräuchte nur noch der Trainer in den sauren Apfel zu beißen. Roadmap im Job. Hoffentlich haben die Ratiopharm-Zwillinge vom Software-Kartell nichts gewußt. Claudia macht sich Sorgen um einen psychiatrisch äußerst auffälligen Freund. Ohne Krankheitseinsicht. Meine Strategien bei ähnlichen Fällen bis jetzt noch nicht von Erfolg gekrönt. Buchhändler versucht, mich in ein Gespräch über Zuckerbäcker zu verwickeln. Derrick hat Kennwort vergessen. Noch nichts Neues vom Schwarzgerät.
Dienstag, 11. Mai 2004 (Und schon wieder ein begeisterter Paulo Coelho Leser)
Hat Claudia beim heute-journal aufgeschnappt. Daß Olli Kahn gern Bücher liest, von denen er profitieren kann. Dachte, dies sei der Grund, warum er welche schreibt. Prähistorischer Traum. Kulisse, eine dörfliche bayerische Siedlung der zwanziger Jahre. Weiter kam ich mit der Schilderung nicht, weil Claudia prähistorisch als Indiz meines egozentrischen Weltbildes deuten wollte. Problem mit Suse. Scharfrichterbeil tut immer noch weh. 15 Seiten vor Ende des Romans. Was wird aus Tyrone Slothrop?
Mittwoch, 12. Mai 2004 (Pynchon beendet)
Jede zehnte Zigarette Schmuggelware. Dazu die Steuererhöhung für Alkopops. Wittere Lebensgefühl wie zu Zeiten der Prohibition. Für Bildung und Forschung will Kanzler nicht an Schulden sparen. Unforced errors of my operating system. Kollegen streiten ums Grüne Trikot. Und wenn ich, die Stechuhr stempelte bereits rot wie unbezahlt, nicht übermüdet zu Edelmans Familienpackung Thorazin gegriffen habe, dann muß ich mir die Geschichte um Tyrone Slothrop selbst zusammenreimen. 1200 harte Seiten ohne Happy End. Wie in der Möbelabteilung der Modernen Pinakothek. Es lag nicht an der Übersetzung von u.a. Elfriede Jelinek. Hoffe auf Sekundärliteratur. Claudia mit neuem Parfum.
Donnerstag, 13. Mai 2004 (Die Steuerschätzung ist da)
Regierung geht ans Tafelsilber. Wir dürfen den Aufschwung nicht kaputtsparen. Normalerweise kann ein Single sich nicht aussuchen, mit wem er im Traume. Ins Bett geht. Aber letzte Nacht lass' ich mir gefallen. Tomcat-Mysql-JDBC-Connect-Problem gelöst. (127.0.0.1 statt localhost) Claudia ließ sich ein SZ-Probeabo andrehen. Nonchalance meines ABs konnte Zustellung nicht verhindern. Streiflicht über dicke Haustiere und Maradona. Gläubiger Number Four ausbezahlt. Sollte ich Die Enden der Parabel jemals wieder anfassen, würde ich Personen und Beziehungen in einer relationalen Datenbank verwalten.
Freitag, 14. Mai 2004 (Gott schütze Kaiser Franz)
Wir wollen endlich Fußball sehen. Nicht nur wenn Real Madrid anreist. Freixenet und Grüppchenbildung am Arbeitsplatz. SZ-Feuilleton vom vergangenen Tag. Wer ist Klaus Theweleit? Auf Seite Eins spricht „Der Philosoph Klaus Theweleit“ über die Bilder aus dem Irak. Zwei Seiten weiter wieder ein Herr Theweleit. Wieder Klaus. Diesmal ein Anthropologe und Literaturwissenschaftler. Über Mörike. Beim allzeit bereiten Reiner alles unter 25 Grad. „Qué has hecho hoy día?“ Was soll man dazu sagen? Und eine Nachricht, die nicht nur mein Homeboy-Herz höher schlagen läßt. Lennons Cousine in die Republik zurückgekehrt. Letzte U-Bahn um fünf Minuten verpaßt. Da hätte ich mich weiter im Homeboy Café Nr. 17 beleidigen lassen können. Begonnen. SZ-Bibliothek # 1. Leichtigkeit. Des Seins. Nicht unerträglich. Wie gut es tut. Das Gefühl, man verstünde den Autor. Vielleicht könnten die Bodyguards, die Avril Lavigne abschirmen, ein bißchen auf Britney Spears aufpassen.
Samstag, 15. Mai 2004 (Auge bleibt mein Wunschkandidat)
Ausgerechnet der Mit-Heiligenschein-Keine-Gelegenheit-Auf-Uli-Höneß-Reinzuhauen-Auslasser Willi Lemke führte schwarze Kassen. Kann er da noch Bundestrai..., Senatspräsident werden? Bayern gönnt mir nichts. Dabei hätte heute Lierhaus moderiert. Reiner eröffnet Möglichkeiten, die mich groß bei Conrad zuschlagen lassen. Kabel, Steckkarten, Switches. Und Suse. Claudia auf Hochzeit eingeladen. Muß gleich wieder hin. Wenn sie mal heiratet, will sie nicht, daß kurz vorher einer beerdigt wird. Warum eigentlich? Stört doch nicht. Sind wenigstens alle ordentlich angezogen. Und sie ist ohnehin keine Jungfrau mehr.
Sonntag, 16. Mai 2004 („Trivialpatente“ sind Kreativitätskiller)
Kann es nur immer wieder zitieren. Ärger ohne Ende. Mein alter Pentium scheint den Anforderungen von Suses neuem Colonel nicht zu genügen. 50 vergebliche Installationsversuche. Claudia amüsiert sich. Suse 8.0 macht keine Probleme. Sabina zeigt Teresa ein Hochofenbild aus ihrer Realismus-Epoche. Frasier Season Zwei auf DVD erschienen. Bestellt. (Leserbrief) Vielleicht sollte ich positive Zuschriften doch höher einschätzen.
Montag, 17. Mai 2004 (Ohne Titel)
Auch ein Trainer muß manchmal im Interesse des Vereins handeln. Ominöser Schlüssel an meinem Bund. Unbekannter Herkunft. Claudia vermutet. Aber so betrunken war ich zuletzt nicht. Erstes Meeting. Große und kleine Ziele. Arbeitsspeicher ausgetauscht. Ohne Erfolg.
Dienstag, 18. Mai 2004 (Kanzler behält Kontakt zum kleinen Mann)
Eine gute Beziehung endet [falscher Dativ nach Leserzuschrift entfernt] beim Abendessen. Es war die beste Lösung. Während ich konfiguriere, feiert Falstaff im Innenhof bei launiger Biertischatmosphäre. Jack Bower hat's geschafft, wenn auch nichts mit Kate Warner lief. Anke Engelke sehr nervös und viel zu lieb für Tagespolitik. Derrick will am Beck's-Sail-Away-Wettbewerb teilnehmen. Leise Melancholie angesichts der digitalen Vergänglichkeit und dem Problem der Langzeitarchivierung.
Mittwoch, 19. Mai 2004 („Ostschlampe“ kostet zwei Nettomonatsgehälter)
Vielleicht sollte mal der eine oder andere Homeboy „Kulturschlampe“ schätzen lassen. Ist eigentlich ein Kompliment. Kollege mit dem grünen Trikot schätzt Willi Lemke anders ein als ich. Jetzt wird man auch in der Apotheke übers Ohr gehauen. 9,19 Euro für Kompressen bezahlt. „Die hab ich aber schon mal für 5,15 gekriegt.“ Sie meinte, es wäre eine große Packung. 100 Stück, wie immer. Ohnmacht des Verbrauchers. Hatte gerade die Kassenbons eingescannt, um sie an Ulla Schmidt zu faxen, da bemerkt Claudia, die neuen Kompressen wären zwölflagig, vier Lagen mehr als zuletzt. Sollte mich darüber nicht die Dame in der Apotheke aufklären? DocMorris, ich komme. Passwords an Tôbias übergeben.
Donnerstag, 20. Mai 2004 (Plädiere für Abschaffung des Bundespräsidenten)
Ämter der israelischen oder us-amerikanischen Staatschefs dagegen können nicht mehr beschädigt werden. Dativ bedroht auch den Akkusativ. (Leserbrief) Junior geht fensterln. Wie konjugiert man fensterln überhaupt? Nicht, daß es in nächster Zukunft in Frage kommt. Man möchte immer auf alles vorbereitet sein. Obwohl Teresa und Tomas bereits vom Lastwagen überfahren wurden, zeigen sie sich in Rückblenden noch äußerst kokett. Wobei Kundera unter Koketterie ein Verhalten versteht, in dem man dem anderen zu verstehen gibt, dass eine sexuelle Annäherung möglich ist, ohne dass man diese Möglichkeit als sicher erscheinen lässt. Beim Mann könne man diese Einschränkung weglassen, nach der Erfahrung von Claudia.
Freitag, 21. Mai 2004 (Rot-Grün beschwört Köhlers Schwanengesang)
Klassentreffen wirft seinen Schatten voraus. Schulkameraden recherchieren. Probleme mit CGI-Provider. CD-Bestellungen dieses Wochenende nur per E-Mail möglich. Man bittet um Verständnis. Number Four macht auf Familie. Pinakothek-Besuch XVII. Neue. Wahrscheinlich meine Lieblingspinakothek. Besondere Werke heute. Kaulbachs bissige Karikaturen von Lenbach und Papst. Und wenn Lenbach schon Gemälde massenhaft reproduzierte, wieso dann ausgerechnet Bismarck und Wilhelm I. Wieso nicht Klara von Leipzig? DJ Empty Dancefloor mußte schon wieder einspringen. Menschen sterben. „Und dann machen die so'n Fass auf...“ Übrigens ist jetzt auch Karenin tot. Krebs. Von unten erklangen gedämpft die Melodien von Geige und Klavier. Todesanzeigen bei der SZ jetzt im Feuilleton. Man möchte den Kulturteil einer breiteren Masse zuführen. So werde ich erstmals mit den Vorzügen eines Dauer-Grabpflegevertrags konfrontiert. „Ein schönes Grab. Für immer gepflegt“
Samstag, 22. Mai 2004 (Stimmungsvoller Abschied von Hitzfeld und Lizarazu)
Geweint. Wenn Rüdiger sich das neue Bayerntrikot kauft, dann das vom Zickler, „wennses no gibt“. Auch wenn ein Ärmel fehlt. Name der Rose, SZ-Bibliothek Band 2, begonnen. Homeboy Junior ladet sich gern Gäste ein. Rastloser Number Four, mitten in den Vorbereitungen eines Abenteuerurlaubs, hetzt von Termin zu Termin. Atomic. Mehr sog i net. Claire zeigt trotz Prüfungsstress großes Interesse an Urheberrecht und sexuellen Tutorials. Wie sie Ruppert kennengelernt hat, der mich auf einer unscharfen Photographie zweifelsfrei identifizieren konnte, wurde nicht näher erläutert. Auch nicht im malerischen Hinterhof. Pianistin kritisiert Binoche. Alles Pseudo. Schimmerlos mag keine französischen Filme und kann nicht mit Gershwin punkten. West Side Story ist von Bernstein. Bachs „Ach wie flüchtig! Ach wie nichtig“ unausweichlich. Böses Erwachen. „Feldmoching. Endstation!“ Nicht wahrhaben wollen. Und schon wieder Taxi fahren.
Sonntag, 23. Mai 2004 (Unabhängig, Überparteilich)
William v. B. besichtigt die Abtei. In omnibus requiem quaesivi, et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. Auf den Riesling hätte ich gestern besser verzichtet. Alte Verhaltensmuster kehren zurück. Genesung schreitet voran. Claudia will mich verkuppeln. Hat vermutlich jemand kennengelernt.
Montag, 24. Mai 2004 (Wer wird der Niederbayern-Beauftragte der Bundesregierung?)
Präsidentin der Herzen hat bereits abgesagt. Union wirft Blick aufs Kanzleramt. In omnibus requiem quaesiverunt, et nusquam invenerunt nisi in angela cum libido. Sollte nicht mehr ans Telefon gehen. Schon wieder wen verstimmt. Felix Magath überläßt den Spielern mehr Verantwortung. „Wenn wir die ganze Woche über in der Nase bohren und dann am Wochenende jeden Gegner schlagen, dann bohren wir eben die ganze Woche in der Nase...“ E-Mail nach Leipzig noch ohne Antwort. Dafür Post vom Provider: „Sehr geehrte Damen und Herren, da es in letzter Zeit immer wieder zu diversen Problemen mit Ihrem Server/Webaccount gab, wird dieser in den kommenden Tagen abgeschaltet. Diese Maßnahme ist zwingend nötig, da es sich bei diesem Server um ein veraltetes System handelt und eine Reparatur bzw. Update keinen Nutzen bringt und die Ausfallzeit erheblich höher wäre!“ Zustände wie im Seniorenheim. 20 Euro for The History of Jamaican Music. Laut Herrn E. ein Schnäppchen. CD 1 bereits von Claudia usurpiert.
Dienstag, 25. Mai 2004 (Herr Bütikofer wird von Zuwanderung ausgeschlossen)
Erstes Beispiel für Sicherheitsverwahrung. Claudia hat mein Profil in der Single-Börse reaktiviert. Rothaarige nicht mehr da. Provider-Umzug erfolgreich.
Mittwoch, 26. Mai 2004 (Nachwachsende Grünen-Kritik)
Herr Bütikofer macht neues Fass auf. Condor heißt wieder Condor. Möchte Raider zurück. Demonstration im Sozialraum. Als ob sie in Portugal nicht genug Ziege hätten. Bißchen früher Feierabend. Routine-Einkäufe. Gemüseregal ausnahmsweise gut gefüllt. Engelke verarscht die Fellatiopharm-Zwillinge. Vorschußlorbeeren. Und dann doch bloß Diclofenac.
Donnerstag, 27. Mai 2004 (Si tacuisses)
Tôbias, künftiger Wahlaugsburger, muß 200 Euro zahlen. Auch Reiner S. hätte klagen können. Homeboy Junior möchte vereint auftreten und getrennt zuschlagen. Open-Source-Projekt ohne Newsgroup bereitet Probleme. Freue mich auf nächste Bundesligasaison. Muß bei Wiener Schnitzel Bringdienst wechseln. Nur sieben Kroketten. In der Benediktiner-Abtei an den Hängen des Apennin mittlerweile auch Venantius von Salvemec tot aufgefunden.
Freitag, 28. Mai 2004 (Embryonen atmen auf)
Stammzellen aus der Bauchspeicheldrüse. Gute berufliche Neuigkeiten aus Leipzig. Claudia sucht mir jeden Tag drei Kontaktvorschläge raus. Motive unklar. Hat sie denn? Meine romantische Ader schon vergessen? Und außerdem. Um es mit einer meiner Lieblingsfolgen von Dr. Frasier Crane zu sagen: „If I have to tell one more stranger the fascinating story of my life over Northern Italian cuisine, I'll choke on a breadstick!“ Eben die Kündigung meines DSL-Anschlusses eingeworfen. SPD befreit sich aus Stimmungstief. Macht mir Angst.
Samstag, 29. Mai 2004 (Kein Kamasutra für Kroatien)
Junior feiert Etappensieg. Toiletten im Homeboy Café 2 erstaunlich gepflegt. Wegen Tischlampenmangels im Büro Kopfleuchte bei Tschibo erwägenswert. Hätte nicht erwartet, daß eine Partei in Bayern wieder mit Ade auf Stimmenfang geht. Hauptredner bei FDP-Europawahl-Abschlußveranstaltung: Hans-Dietrich Genscher, Bundesminister a.D.
Der Novize Adson von Melk macht eine außerordentliche Erfahrung. „...ihre Nase war wie ein Turm auf dem Libanon“ Wikipedia immer besser. (→ Leserbrief)
Sonntag, 30. Mai 2004 (Weltnichtrauchertag naht)
„Langsam glaub i, a schlechter Plan is besser ois gor koana!“ So der Homeboy, den ich gestern auf bisher nie betretenen Pfaden begleitete, nachdem ein Foto-Shooting am Nachmittag vom Lazy-Battery-Effekt verhindert wurde. Vielleicht ist das auch der Grund, warum er Rot-Grün gewählt hat. Der Plan sah ungefähr so aus. Einer von uns beiden sollte die Freundin der Frau ansprechen, an die der andere Interesse zeigte. Masche schüchtern. Brachte Zweifel an, ob eine für den Mann über 30 geeignete Strategie wirklich so aussehen könnte. Aber die Homeboy-Instanz in solchen Fragen aus Hannover war telefonisch nicht zu erreichen. Erst am frühen Morgen, als noch geklärt werden mußte, an welchem Finger welcher Hand die Dame den Ehering zu tragen pflegt. Sicherlich wäre der Abend noch vergnüglicher verlaufen, hätte man sich an den Toren unserer achternbuschgefärbter Parolen angenommen. „Zuasperrn! Und Ei'betonier'n“ Claudia stellt einen, wie ich finde, unzulässigen Zusammenhang zwischen Glimmstengel und Geschlechtstrieb her. Weil ich auch am gestrigen Club-Abend nicht geraucht habe, was, wie sie weiß, in der Tat bemerkenswert ist, glaubt sie mir auch die Kontrolle über Zweiteren. Meint, ich hätte mit den Frauen aufgehört. H. Schmidt würde sagen, ich mache eine Pause. Und für die hier einschlägig bekannten Freunde des Genitivs und der deutschen Sprache. Tôbias entdeckt die Gesellschaft zur Stärkung der Verben. Da haben sich ein paar Leute sehr angestrongen. Fünfter Tag, vierter Mord. Ausgerechnet Bruder Botanicus. Sean Connery Idealbesetzung für Baskerville. Glaube nicht, daß es an der Wiederaufnahme von Diclofenac liegt. Verspüre dieses leichte Schweben aus vergangenen Tagen, die alte Illusion von Unerschütterlichkeit.
Montag, 31. Mai 2004 (Alles fließt)
Es wird sich doch für Olli Kahn irgendein Top-Club in Europa finden lassen. Nachdem die Bibliothek der Apenniner Abtei den Flammen zu Opfer gefallen war, scheint auch der große Mahlke (SZ-Bibliothek Band 3, Katz und Maus) nicht mehr aufzutauchen. Belletristischer Frühling. Rufname von Simones neuem Auto lautet Seppl. Claudia brauchte jemand zum Spazierengehen. Ätzend. Früher gabs hinterher wenigstens. Wir müssen es nicht mehr aussprechen.
Dienstag, 1. Juni 2004 (Amazon geht Diogenes aus der Sonne)
Gatsby (SZ-Bibliothek Nr. 4) hat sich noch nicht blicken lassen. Leser fürchten Merkel. Endlich Ersatz für Keyboard und Bassgitarre gefunden. Am Chiemsee. Und in Wien. Vier Tage nach meiner Kündigung verdoppelt QSC den Upstream. Soviel zu. Oana muaß imma verliern!
Mittwoch, 2. Juni 2004 (Mario Basler trainiert Jahn Regensburg)
Kneipen kennt er ja schon. Gatsby hat sich ein neues Wasserflugzeug gekauft. Und Fitzgerald wird mir langsam sympathisch. Doadgsuffa, wie Claudia bemerkt, hin oder her. U 21 scheint keine Turniermannschaft zu sein. Süßigkeitsattacken. Kein Sexersatz. Hätte Kontoauszüge nicht ausdrucken sollen. Wenigstens funktioniert auf meinem Rechner, was im Büro nicht klappen wollte. Eine Frage des Arbeitsspeichers. Drohbrief vom Bücherbund mit dem aktuellen Club-Vorschlag Land der Dornen.
Donnerstag, 3. Juni 2004 (Stoiber atomisiert)
Warten wir, bis die erste Boing ins Atomkraftwerk fliegt. Damit die Union auch Gefahrenlagen außerhalb des Zuwanderungsgesetzes wahrnimmt. Gatsby lädt Carraway zum Lunch ein. In der Mittagspause Pinakothekbesuch XVIII. Moderne. Kiefers Nero malt immer noch nicht fertig verputzt. Lieblingsbild heute: Paul Klee, Das Licht und Etliches. Verregneter Tag. Ganz nach meinem Geschmack. Auch wenn Claudia mir diese Schlechtwetterneigung immer als Schadenfreude auslegt.
Freitag, 4. Juni 2004 (Wollte Fischer nicht mal EU-Außenminister werden?)
Hauptstadt von Malta muß man nicht kennen. Erinnerungen an den Roland Garros. Claudia schleift mich in Picasso-Ausstellung im Kunstbau. Sie hätte sich mehr von der blauen Periode gewünscht. Und ich konnte mich bei so vielen Brüsten und Körperöffnungen lange nicht entscheiden. Lieblingsbild trotzdem der Akt am Strand von 1933. Tôbias glaubt, daß ich die Welt, die (s)eine Bühne ist, manchmal viel zu ernst nehme. Sämtliche Frauen, mit denen ich bisher zu tun hatte, können dies nicht bestätigen. Gatsby hat mit dubiosen Geschäften längst Schluß gemacht und kehrt den Romantiker hervor.
Samstag, 5. Juni 2004 (Ich kann nur empfehlen, Auslandserfahrung zu sammeln. Man entwickelt sich als Persönlichkeit weiter)
Sagt Lothar Matthäus. Was hat der sich nicht weiterentwickelt. Gatsby erschossen. Der Untergeher (SZ-Bibliothek 5) bestätigt altes Bernhard-Urteil. ...sagte er, dachte ich. Auf jeder Seite fünfmal. Außerdem scheint Wertheimer kein Freund von Aphorismen zu sein. Mein ganzer Charme verpufft im Internet-Nirwana.
Sonntag, 6. Juni 2004 (Bundeskanzler in der Normandie)
Auch wenn's nicht so schlimm war wie Auslöschung. Bin froh, daß es wieder vorbei ist. Wertheimers Begräbnis hat nicht einmal eine halbe Stunde gedauert. Der Holy-Homeboy wirkt etwas erledigt und thematisiert die Erotik von Geld und Macht. Natürlich unter Wahrung aller Menschenrechte. Neue unbestuhlte Kneipe im Glockenbachviertel entdeckt. Claudia läßt mich über einen Outfit-Wechsel nachdenken. Sieben gleiche Hemden, sieben gleiche Hosen, sieben gleiche Pullover. Weil die Konkurrenten sich die Karpfen anfüttern, will ein Homeboy von Angeln auf Hasenjagd umschulen.
Montag, 7. Juni 2004 (Martin Schulz kein Kandidat für Prodi-Nachfolge)
Körperlicher Verfall. Ziehe das rechte Bein nach. Erster Zahnarztbesuch seit 15 Jahren scheint unausweichlich. Kann man Zahnärzten noch trauen? Man sollte sich nicht zu sehr um seine Mitbewohnerinnen kümmern. „Ja, Corega Paps!“ Eine Kollegin empfiehlt mir den „Leader of the Plaque“. Als Kassenpatient? Claudia frägt, wer sich hinter Stammleser Immanuel verbirgt. Alle Kreter lügen. Paul Austers Stadt aus Glas (SZ-Bibliothek 6) beginnt wie ein Krimi. Dazu noch auf Seite 159/160, wie in den Edgar-Wallace-Romanen meiner Jugend, die Doppelseite Werbung für Pfandbrief und Kommunalobligation. Als Daniel Quinn sich fragte, warum er die gleichen Initialen hatte wie Don Quijote, witterte ich gar ein vollends befriedigendes Ende. Errare humanum. Reiner wäscht seine Hände in Unschuld.
Dienstag, 8. Juni 2004 (Der Kepler war scho' a Hund)
Pünktlich tritt die Venus zwischen Erde und Sonne. Auch wenn Claudia monierte, daß ich meine Sonnenfinsternisbrille nicht wie sie im Dritte-Welt-Laden abgegeben habe, hielt sie das nicht ab, hindurchzusehen. Pinakothek-Besuch XIX. Alte. Überwiegend Rubens. Liebingsbild Rubens und Isabella Brant in der Geissblattlaube bzw. in the Honeysuckle Bower. Hoffe nicht, daß Ballack geht. Chipsvorräte werden nicht mehr aufgefüllt. Wenn das auch nichts nützt, weiß ich nicht, mit was ich noch aufhören soll. Die Stimmen von Marrakesch (SZ-Bibliothek 7) trotz netter Kamel-Pointe nicht mein Stil. Ist mir unangenehm, wenn ein Autor sich an der Schönheit einiger bettelnder Kinder nie sattsehen kann. Bin des Reisens nicht mehr fähig.
Mittwoch, 9. Juni 2004 (Donald Duck angeblich 70)
Vielleicht die Kunstfigur, die mir charakterlich am meisten entspricht. Mittags im Büro Edelstoff, Radieserl, Vinschgerl, Tête de Moins und, ich schäme mich, es zu gestehen, Kartoffelchips. Bin unschuldig, aber schwach. Wiedersehen in Howards End, SZ-Bibliothek Band 8, spielt zu einer Zeit, da Bahnhöfe noch unsere Tore zur Herrlichkeit in der Fremde waren. Karrierefrau von der Au hat abgestillt und sucht für Fronleichnam eine Reisebegleitung nach Varasdin. Jedoch. Der Working Class Hero. Muß am Freitag früh raus.
Donnerstag, 10. Juni 2004, Fronleichnam (Projekt 04/06)
Sehnsucht nach Schmidt und Andrack. Waschmaschinen wie üblich belegt. Margaret nimmt Henrys Heiratsantrag an. Howards End momentan zwischenvermietet. Extreme Schmerzen. Und doch. Die Selbstentfremdung löst sich immer mehr auf. Lese wieder. Schwebe. Vermute, daß ab 100 Seiten die Endorphine kommen. Leider sieht die Wohnung entsprechend aus. Helen Schlegel mittlerweile schwanger. Und Claudia hat an irgendeinem See übernachtet.
Freitag, 11. Juni 2004 (Gefahr durch Öko-Terrorismus)
Muß Birkenstock Kundenlisten offenlegen? Wiese vor Howards End gemäht. Lohn noch nicht da. Ebensowenig die Frasier-DVD von Amazon. Claudia möchte auf ein Bier um die Ecke. Zu müde. Wie sie mir mitteilt, hat der Flirt-Homeboy diese Woche gar nicht inseriert. Oder mit neuem Pseudonym. Wenn der Schub vorüber ist. Ich hoffe, es ist ein Schub. Ach Schmarrn. Claudia wär schon ideal, rein geographisch und geometrisch.
Samstag, 12. Juni 2004 (SPD Milbertshofen verteilt Rosen und Luftballons)
Es mag niemand mehr dem Gerücht anhaften, ich sei pessimistisch veranlagt. Grad heut hab ich am Morgen beschlossen, das Wetter würde sich halten, hab mich aufgemacht, einen alten Kollegen zu besuchen, der erstens nicht zu Hause war. Zweitens hielt sich das Wetter nicht. Drittens flüchtete ich mich zu Aldi, wo mir ein Einkäufer seinen Wagen für zwei 50-Cent-Stücke überließ. Raus kam eine deutsche Mark. Der Euro ist nur noch die Hälfte wert. Für mich war das Glas schon immer halb voll, wohingegen andere Gläser besser gefüllt sind. Von einer ochsenblutfarbenen Bluse abgesehen durchaus vergnügliche Passagen in Ehen in Philipsburg (SZ-Bibliothek 9, Walser). Hoffentlich wird's jetzt nicht so 'ne Abtreibungskacke. Da das von Claudia für mich angelegte Flirt-Profil so farblos war, macht eine juristenunfreundliche Besucherin des Flirtforums für mich folgenden Profilvorschlag. „leider habe ich bisher noch nicht die richtige kennen gelernt, die sich auf ihre kernkompetenzen konzentriert und somit kochen, waschen, bügeln kann und meine leidenschaft zu gelegentlichen treffen mit adipösen frauen über 60 toleriert. das ist sicher auch nicht ganz einfach, denn gelegentlich bringe ich die immer mit nach hause – aber nur wenn mutti zur arthrose-kur fährt.
vielleicht bist du ja schön hübsch und hast sogar ein auto, verfügst nicht nur über transfereinkommen und willst dich gerne mit mir paaren – dann könntest du mein herzblatt sein!“
Sonntag, 13. Juni 2004 (Griechenland zum Europameister gewählt)
Jeder nur ein Kreuz. Der eine Homeboy radelt durch Osteuropa, der andere promoviert. So bin ich denn zurückgeworfen auf mich selbst. Und die Juristenunfreundliche zickt. Claudia wählt falsche Partei. Das Piano hat noch keinen Plan und vor seiner nächsten Bergtour großen Respekt. Nur noch Frage der Zeit, bis Ludwig Stiegler von Florian Pronold abgelöst wird. Dann verteilt die SPD Milbertshofen am Wahlvortag Kondome. Bin dieses Wochenende zu oft ans Telefon gegangen.
Montag, 14. Juni 2004 (Kanzler kann nicht anders)
Es geht nicht um die Agenda 2010, es geht nicht um ein Vermittlungsproblem. Auf eine SPD, die neoliberale Politik vermitteln will, kann ich verzichten. Möchte nicht wissen, wie einer der weniger selbstbewußten Homeboys reagiert hätte, wenn ihm – wie mir heute gegen 9:30 mitteleuropäischer Sommerzeit geschehen – die Hydraulik seines Bürostuhls platzt. Ölspur konnte mittlerweile abgetragen werden. Hab Claudia auf die Juristenunfreundliche angesetzt. Bei der Post/DHL gibt's jetzt ein Zeitfenster von 17-22 Uhr. Erspart mir sieben Kilometer MVV fürs Päckchenabholen. What a service! Ein Plädoyer für außereheliche Vertraulichkeiten liefert Walser nicht gerade. Selbige enden in Selbstmord, Abtreibung, tödlichem Verkehrsunfall oder im schlimmsten Fall in der Ehe selbst.
Dienstag, 15. Juni 2004 (Glos-klar?)
Wenigstens dürfte der Wirt von Michael Glos nicht zu kurz kommen. Schule mich während des Wartens auf Hardware weiterhin selbst. Falstaff hat Tisch fürs Fußball reservieren lassen. Bin ausnahmsweise völlig neutral. Ein gutes Wort hätte Claudia bei ihrer Freundin schon für mich einlegen können. Ich merk es mir, wie dieses Ehepaar aus Philippsburg, das einmal im Monat abrechnet, wer am häufigsten recht behalten hat. Gestern noch erste Minuten im Hotel New Hampshire, SZ-Bibliothek 10. Daß ich anschließend davon träumte. Und vor allem was ich träumte. Drängt mir die Vermutung auf, daß ich bei dem Titel eigentlich mit einem Krimi geliebäugelt hätte. Die Juristenunfreundliche, die aus gewichtigen Gründen fürderhin Edith genannt wird, ist beim Wein nicht wählerisch. Las Vegas kommt auf alle Fälle zu früh. Die Turniermannschaft ist wieder da. Und Reiner hat wegen Mario Basler zwei Weißbier gewonnen.
Mittwoch, 16. Juni 2004 (100 Jahre Bloomsday)
Münti sagt, man kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen. Wieder drei Mitglieder, die nicht mehr appeased werden müssen. Personalplanungen des FC Bayern gewinnen Konturen. Mitten in die dritte Schwangerschaft von Mary Bates platzt Pearl Harbor. Claudia sollte aufhören, fremde Post zu lesen, und fühlt sich gemobbt. Die Hardware ist da. Edith spielt mit meinen Gefühlen. Und Homeboy Junior lädt ein zur after-work-party, wo er tragikomische Episoden aus dem Außendienst zum Besten gibt. Claudia hat Edith richtig eingeschätzt.
Donnerstag, 17. Juni 2004 (Totti hat fertig)
Herr Bütikofer entscheidet wirklich nicht. Mein erstes Kernel-Update. Geglückt. Nun läuft Operation 2GB Arbeitsspeicher an. Junior wollte wissen, ob die Berrys bereits in Wien angekommen seien. Wußte nicht, daß sie das vorhaben. Lese Klappentexte am liebsten hinterher. Ein gastfreundlicher Kollege unterhält die U-Bahn. Und Claudia fordert, ich solle den Stürmer-und-Dränger von einst hervorkehren. Doch die Zeiten sind vorbei.
Freitag, 18. Juni 2004 (1860 wieder daheim)
Wollte umgehbaren Bug nicht wahrhaben. Viel Zeit vertrödelt. Zeit wofür? Wie es aussieht, hat Claudia meine Einladung nicht weitergereicht. Schröder und Chirac wie immer einer Meinung. Mitten auf dem Nachhauseweg eine neurotische Regung. Ob ich das Büro abgeschlossen habe. Im Zorn kommt man beim Treppensteigen leichter aus der Puste. Das Büro war abgeschlossen. Eigentlich sind die Geschwister Berry eine ganz normale amerikanische Familie. Und ich denke jetzt nicht an die Jackson Five. Der älteste Bruder ist schwul, Franny eben vergewaltigt wurden, der Kleine ist schwerhörig, Lilly wächst nicht und John hat Angst, belauscht zu werden.
Samstag, 19. Juni 2004 (Schröder und Merkel gegen Große Koalition)
Wir müssen also warten, bis die Grünen an der SPD vorbeigezogen sind. Ein Flugzeugabsturz durfte bei den Berrys natürlich nicht fehlen. Den haben aber Marry Berry, geborene Bates, und ihr Jüngstes nicht überlebt. Rest der Familie in Wien angekommen. Reiner bittet, ich möge Claudia und Edith zum Fußballschauen ins Homeboy-Café 2 mitbringen. Erstere hat schon was fürs Backstage ausgemacht. Und mit zweiterer kann man nicht planen. Es heißt nicht zu unrecht in vielen Konfigurations-Dateien. Do not EDIT this! Claudia meint, ich hätte ihr das Pseudonym wegen dieses Gags verpaßt, was nicht wahr ist. Miss Miscarriage liest den Berrys den großen Gatsby vor. SZ-Edition 4. Wir erinnern uns. An Fitzgeralds Prophezeiung für den Ü-30-Homeboy. „Dreißig,– das bedeutete ein Jahrzehnt der Einsamkeit, bedeutete, dass die Männerfreundschaften dünner gesät waren, dass das Portefeuille der freudigen Erwartungen dünner und das Haar auf dem Kopf dünner wurde....“ Zum Start der Tour de France will Homeboy Number Four übrigens wieder zurückgeradelt sein.
Sonntag, 20. Juni 2004 (Zwischen zwei Apfelschorlen)
Rekonstruktionsversuch der Zeit von gestern, 17:30 Uhr, bis heute, 5:30. Personen. Reiner S., Henri Hochofen, Homeboy Junior und Beamtin Greta. Beginnen wir im Stile von Paul Austers Stadt aus Glas mit einer Wegskizze der beschrittenen Kneipentour.
Von einem chancenarmen Fußballspiel im Homeboy-Café 2 (hier markiert mit A) aus nahm alles seinen Lauf. Wir erkennen den Buchstaben Y. Englisch ausgesprochen mag auch Reiner erkennen, welch höhere Mächte uns diesen Zickzackkurs beschreiten ließen. WHY! Warum landeten wir zunächst in einer Ü-60-Weinstube? Nur weil wir nirgendwo einen Tisch reservierten? Das Ziel hieß Varasdin (hier V). Nachdem wir einen Brückenkopf errichtet hatten, räumten zwei Teenager, die Probleme beim Zoll bekamen, das Feld. Ein eifersüchtiger Hobby-Pantomime bietet seine langjährige Freundin feil und droht doch jedem, der sie anfaßt, Schläge an. Was einen bei uns Asyl suchenden Handwerksmeister vorsichtig werden ließ. „Ich kann jede haben. Ich brauch sie nicht!“ Freundschaften wurden geschlossen. Reiner sehnt sich nach einer neuen Partei. Rechtschreibreform bildet wiederkehrendes Gesprächsmotiv. Junior hat gegen Greta einen Kasten Bier verloren. Er weiß es noch nicht, da wir im Zuge eingeschränkten räumlichen Denkvermögens ihn zum Sieger der Wette kürten. Bei Wind fällt weniger Wasser in den Eimer als ohne Wind, wenn der Eimer nicht im Boden versenkt ist. Obwohl die Niederschlagsmenge pro Bodenfläche gleich bleibt. Oder hab ich's immer noch nicht kapiert? Auf meteorologische Hilfsskizzen soll hier (noch) verzichtet werden. Während Reiner und ich bereits wieder in der U-bahn saßen, müssen sich Dinge ereignet haben, die den mitfiebernden Leser zwar erfreuen würden, aber wohl nichts angehen. So würde es zumindest Homeboy Junior formuliert haben wollen. Die Berrys verhindern, daß das Wiener Opernhaus in die Luft gesprengt wird und treiben ein ganz klein wenig Inzest.
(→ Leserbrief)
Montag, 21. Juni 2004 (Billigflieger erobern das All)
Claudia meint, daß Homeboy Junior falsche Erwartungen an einen Flohmarkt knüpft. Ich frage mich, ob ich seinen Anruf heute schon beantworten soll, wo er dies bis Donnerstag schon wieder vergessen und mich ein drittes Mal fragen könnte. Jetzt hat dem Moderator von der ARD immer noch keiner gesagt, daß Niko Kovac nicht mehr bei Bayern München spielt. Vielleicht sollte ich doch nicht so mit Adjektiven geizen. Windfehler bei Regenmessung weiter umstritten. Tôbias packt die Staffelei wieder aus.
(→ Leserbrief)
Dienstag, 22. Juni 2004 (Vieri ist mehr wert als alle anwesenden Journalisten)
Als Mensch. Elmar, der Coca Cola und McDonald's boykottiert, hält weiter zu Gerhard. Weil ihm Edmund zu unruhig und laut rüberkommt. Dresdner Bank hat scheinbar finanzielle Probleme. Sex wichtiger als Reichtum. Ich glaub, daß Claudia das anders sieht. Hat eben wieder gemeint, nur Loser gingen zum fünfzehnjährigen Klassentreffen. Ohne Visitenkarten. Vielleicht verhindert ein deutscher Viertelfinaleinzug noch mein Erscheinen. Obwohl. Zur EM 88 waren wir auch auf Klassenfahrt. Auf hoher See. Shanghai. „A ship without TV! Can't be true!“ Gut daß Aids bei der Erstauflage vom Hotel New Hampshire noch kein Thema war. Sonst hätt sich das auch einer geholt. Vater Berry ist blind, Lilly Berry aus dem Fenster gesprungen. Und Franny Berry wird Filmdiva und heiratet Staranwalt.
Mittwoch, 23. Juni 2004 (Spanien, Portugal, Großbritannien)
Nur wir stimmen nicht ab. Ich möchte mir nicht mal über meine Verfassung Gedanken machen. Ein Kollege meint, das Leben in Deutschland sei wie Fisch im Wasser, und erwägt, eine Teleskopangel bei Lidl zu erwerben. Auf einer Vernissage wurde Butter gereicht. Und i hob nix gega an Mord auf der erst'n Seit'n. Aba a Brustamputation muaß wirklich net sei. Wir sind bei SZ-Bibliothek 11, Das kurze Leben, Juan Carlos Onetti. Noch nie von ihm gehört. Zweite Europameisterschaft ohne Sieg hintereinander. Das Runde gehört in das Phrasenschwein.
Donnerstag, 24. Juni 2004 (EIN' GERHARD SCHRÖDER)
Es gibt nur ein' Gerhard Schröder. Vielleicht braucht der Kanzler mehr Streicheleinheiten. Um sich an Rudi ein Beispiel zu nehmen. Der hatte auch bis 2006 Vertrag. Claudia will die Erklärung der Initiative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit nicht unterschreiben. Der Kaiser ist froh, daß Abramovic sein Geld nicht fürs Pferderennen ausgibt, Poschmann gehört in die Leichtathletik und der 39-jährige Johannes B. Kerner aus Bonn am Rhein moderiert ein Spiel mit dem großen Luis Figo von Real Madrid. Morgen gehts nach Niederbayern. Das erste Mal in diesem Jahr. Darf mein Diclofenac nicht vergessen.
Freitag, 25. Juni 2004 (Ifo-Index bricht ein)
Sollten die Elite-Unis kommen, will LMU-Studentin Claudia ihrer Hochschule wegen des zu erwartenden Konkurrenzkampfes einen Werbeslogan vorschlagen: L M U! Wieso, Weshalb, Warum? Wer nicht fragt, bleibt TUM. Simone wird heut ein Viertel Jahrhundert alt und hat die letzten Prüfungen. Da macht sich ein Mädchen so seine Gedanken. Hab mich nicht aufs Klassentreffen vorbereitet. Keine Ahnung, wie ich meine Antwort auf die Frage „Henri, wie geht's 'n dir a so?“, falls sie gestellt wird und falls ich sie beantworte, interpretieren soll. Claudia meint, am besten aufrichtig. Der Kanzler würde sagen, er möchte wiedergewählt werden. Juan María Brausen und seine Lebensgefährtin kommen mit der neuen Situation noch nicht zurecht. Fußballviertelfinale beim Griechen verfolgt. Yamas! Und Ouzo für alle! Anschließend bei Simones inoffiziellen Geburtstagsnachwehen im Geräteraum der neuen Halle noch die Frage angerissen, warum Kontrollverlusttrinkerinnen nicht zusammen den Kontinent verlassen sollten.
Samstag 26. Juni 2004 (Bowling for Bruno Banani)
Mit Schädelweh zum Weißwurstfrühstück des Klassentreffens. Die angefertigten gefälschten Visitenkarten kamen wegen eines zitierten Präzedenzfalles nicht zum Einsatz. Hätte ohnehin nur mit einem Oldtimer glänzen können. Anschließender Rundgang durchs Gymnasium führte mich zum ersten Mal ins Lehrerzimmer. Im Computerraum sollte häufiger gelüftet werden. Und Baggio sucht den Spiegel, vor dem er sich das erste Mal rasiert hat. Nicht nur beim obligatorischen Gemeinschaftsfoto lebten Törleßsche Verwirrungen einiger Internatsschüler wieder auf. Mix-Automat vom Neubau wurde entfernt. Der King of the Trappers, der unter anderem Homeboy Number Four schmerzlich vermisste, trat in seine eigene Falle. Ansonsten müssen seine Methoden der Alltagsbewältigung meinen unbedingten Beifall finden. Viele unserer Physikkapazitäten, Journalisten, Facility Manager, Lehrer, Verschollenen und Ärzte konnten sich nicht freimachen. Weil seine freiberufliche Putzfrau ihren Firmensitz in Polen eintragen ließ, spart sich der Jurist aus Varasdin nicht nur hiesige Sozialabgaben, sondern auch die Mehrwertsteuer. Eine politische Diskussion brachte nichts ein und man lenkte das Gespräch an mir vorbei. Auf Motorräder. Auf Nutzfahrzeuge. Schließlich sucht unser Diplom-Landwirt händeringend Schlepperfahrer. Und auch auf Sex. Aber erst nachdem die Lehrerschaft den Biergarten verlassen hat, wobei der King of the Trappers beinahe die Zeche geprellt hätte. Der Jahrgangsälteste mußte tief in die Zotenkiste greifen, bis Unterauerkiel ein „Des war amoi a guader!“ verlauten ließ. Kleptomanischer Frauenarzt läßt Baggios Handy mitgehen. Der Altersdurchschnitt lag höher als erwartet, nein, nicht wegen des Jahrgangsältesten, sondern weil lediglich Asamoah und das Mädchen, das im Alphabet und beim Ausfragen vor Hochofen an die Reihe kam, mehr als zwei Kinder in die Welt gesetzt haben. Unsere Radiologin ist noch nicht einmal verheiratet, weiß aber eines meiner unzähligen Leiden in schöne Worte zu kleiden. Spondylitis ankylopoetica. Der Jäger Jens, Cineast und Freund guter Dialoge, findet Freising zu öko. Wieder kam ich nicht dazu, mich bei meiner Tanzkurs-Ball-Partnerin zu entschuldigen. Manager B. teilt uns unsere Getränkewünsche mit und wir wanderten weiter zur Kegelbahn. Unsere Metzgerstochter hielt erstaunlich lange durch, wußte sich aber im entscheidenden Augenblick abzuseilen. Das Bier war bereits ausgespielt und Entertainer Baggio zog einen recht bizarren Wetteinsatz aus dem Hut, der erst nach mehreren Modifikationen ratifiziert wurde. Das Verliererteam ist unten abgebildet.
(von links nach rechts, Sakko (1), Asamoah (2), Baggio (3), Jungbrunnen Lola (4) und der Elch (5))
Zum 20-jährigen Klassentreffen, also voraussichtlich zwischen Mai und Juli 2009 – Details werden im Kartenvorverkauf rechtzeitig bekannt gegeben –, verpflichten sich oben abgebildete Herren, rückwärts mit dem PKW in Unterhosen eine Runde um den Schulhof zu drehen und anschließend im selben Outfit die gleiche Strecke zu Fuß zurückzulegen.
Sonntag, 27. Juni 2004 (Dänen siegen nicht)
Hab die Reisetasche seit Klinikaufenthalt noch nicht ausgepackt. Hatte sogar Nietzsche dabei. Mit Juan Marías Nachbarin könnte was gehen. Leichte Libidozunahme. Claudia nicht da. Beim Lesen eingeschlafen.
Montag, 28. Juni 2004 (Trainingsauftakt bei Bayern München)
Außendienst. Es stimmt. Dilbert bei Informatikern sehr verbreitet. Trällere seit einer Stunde „La vie est brève, un peu d'espoir, un peu de rêve...“ Claudia möchte wissen, wo der Text her ist. Aber ich will meine poetischen Stimmungen nicht mehr mit ihr teilen, weil es dann frei nach Kundera bloß gefährlich wird. Hab mit der gleichen Melodie eine Schlagzeile von Le Monde vorgetragen. Le pouvoir a été rendu aux Irakiens. Sie hat's nicht gemerkt. La vie est brève. Un peu d'amour. Wulff und Müller fordern Ministerpräsidentenkonferenz gegen die Rechtschreibreform. Un peu de rève. Aus persönlichen Gründen könnte sich Landesvater Stäuber dem Gesuch ruhig anschließen. Auch ein herzerweichender Leserbrief ließ Claudia nicht schwach werden. Es müßte heißer sein. Sie verdächtigt Number Four, doch der ist noch am Schwarzen Meer.
Dienstag, 29. Juni 2004 (Olympisches Feuer)
Preiswertere Anke-Late-Night-Werbung vielleicht eine Chance für die Ratiopharm-Zwillinge. Ich wollte eigentlich nur kurz aufs TUNIX. Da werd' ich am Königsplatz von griechischen Flaggen und jubelnden Menschen begrüßt. Sogar ein Fackelläufer kam vorbei. Erhoffter Vegi-burger fiel mangelnder Logistik zum Opfer. Der King of the Trappers sieht Dinge sehr entspannt. (→ Leserbrief) Trotzdem versuche ich weiterhin, den Einsatz von Diclofenac zu minimieren.
Mittwoch, 30. Juni 2004 (Scharapowa im Halbfinale)
In einem Traum voller ungeklärter Fragen hab ich mich des Amtsmißbrauchs schuldig gemacht. Die Frau aus meinem Traum. Gesichtslos. Pinakothek-Besuch XX. Neue. Morbides Schlendern. Kein Lieblingsbild. Beinahe Der Anatom, weil ich ihm die Beschriftung des über ihm hängenden Die Erweckung der Tochter des Jairus zugeordnet habe. Schien mir ein ungewöhnlicher Ansatz für das Thema. Eitel. Nichtig. Vergänglich. Alles Streben. Klara von Leipzig gefällt mir nicht mehr. Muß mich sehr verändert haben. Wahrscheinlich ereilt Scharapowa das gleiche Schicksal. Homeboy Junior hat ein Rendezvous. Von Claudia mag ich's gar nicht wissen. München ist klein geworden. After Work. Allein. Wundere mich über die Metatags unserer Abi-Homepage. Keywords: Ferienwohnung, Reisen, Unterkunft etc. Claudia nicht per SMS erreichbar.
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[weiter zum Juli 2004]
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