Sehnsucht nach der Bohème Bourgeoiser End-Dreißiger blickt in eine rosige Zukunft
Haben alle jungen Eltern eine Macke?

Ein Selbstversuch

Fünfter Monat

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Tagebuch von Henri Hochofen

Juli 2007

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Sonntag, 1. Juli 2007 (Brunch)
(23:07 Uhr)

Geständnis: Ja, ich habe nie zuvor gebruncht. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern. Würde ich es öfters tun, müßten die Preise steigen. Karl packt sich noch ein paar Wurstsemmeln mit ein. For the road. Das fröhliche Kaffeetrinken wird bei André und Steffi fortgeführt. Im Garten. Theo liegt gern unter Bäumen. Zwei kleine Jungen wären mir dann doch etwas zu viel. Nadja greift auf der Toilette nicht zum Wissenschaftsmagazin. Sondern zu Brigitte Women. Unfreundlicher Service bei Colonel Sanders. Nie mehr KFC Spandau.

Montag, 2. Juli 2007 (Spandauer Arkaden)
(22:31 Uhr)

Die Meisterschaft allein kann nicht das Ziel sein. Dieses Mal muß mal wieder die 80-Tore-Schallmauer fallen. Mißverständnisse bei der Einkaufsliste. Nadja und die Kinder waren beim schlechtesten Italiener ihres Lebens. Ausgerechnet. In Arcadia.

Dienstag, 3. Juli 2007 (Genesis, letztes Kapitel)
(11:14 Uhr)

Kein Obst und Gemüse für die Famile. Sogar Spaghetti sind alle. Kam nicht mal mehr zu Edeka. Wegen Genesis. Stau bis zur Autobahn. Wie konnte ich nur Diclofenac vergessen. Die Antwort auf alle Klagen. Nadja sucht bereits Hotels für den Österreich-Urlaub heraus. Theo verlangt viel väterliche Aufmerksamkeit und neigt trotzdem dazu, an mir vorüberzusehen.

Mittwoch, 4. Juli 2007 (Theo schläft nicht gern allein)
(22:17 Uhr)

Man soll Jira-Tickets auch endlagern können. Weiß nur nicht, wie. Erich freut sich auf den Boxkampf. Neuen MySQL-Befehl gelernt. Nadja und Richie machen einen Abendspaziergang. Karl kann der aktuellen Pullover-Mode nichts abgewinnen. Die Schwiegermutter hat den Bechterew von Anfang an gesehen. Theo zieht Gesellschaft dem Alleinsein vor.

Donnerstag, 5. Juli 2007 (Moderne Medizin)
(23:20 Uhr)

Die Schwiegereltern begutachten den Logan und lernen “an Obatzt’n” kennen. Man legt mir die TNF-alpha-Hemmer ans Herz. Aber. Einmal Diclofenac. Immer Diclofenac. Ich hab’s nicht so mit Spritzen und Infusionen. Erich zählt auf, wo man in Spandau brunchen kann. Und meint, wir sollten Theo davon überzeugen, daß das Alleine-Schlafen auch für ihn von Vorteil sei. Da habe er mal ein bißchen Zeit für sich. Nadja liebäugelt wieder mit Teilzeit. Theo soll erst mal sprechen lernen.

Samstag, 7. Juli 2007 (Bärbel heißt jetzt Beatrix)
(12:05 Uhr)

Trotz meines anfänglichen Protests werde ich mich mit Ajax anfreunden müssen. Maman geht die vorläufige Gästeliste durch. Nadja hat das Schlafzimmer umgestellt. Feng-Shui-Pfui. Einziger Schwerpunkt. Daß Theo nicht aus dem Ehebett herausfallen kann. Dabei soll er doch eigentlich gar nicht erst hinein. Diclofenac-Pause. Schub immer noch enorm. Erich & Co lästern vermehrt über meinen Gang. 15 Minuten Fitness-Room. Apple fühlt sich erkältet und läßt sich ein paar Zugangsdaten ausbaldowern. Der Steuerbescheid ist da. Küß’ die Hand. Die Österreich-Reise kann bezahlt werden. Rüdiger meint, Bärbel heißt jetzt Beatrix. Sonst ändert sich nix. Und Potter ist immer noch kein Senior Entwickler.

Samstag, 7. Juli 2007 (Wir wohnen noch…)
(23:39 Uhr)

Relativ schmerzlos aus den Federn gekommen. Ganz ohne Diclofenac. Ikea ist angesagt. Beistelltisch und Badschränkchen. Zwei Gläser für drei Personen. Treffen im Café auf Erich und Familie. Smorland wegen Überfüllung geschlossen. Kinderwaage zurückgebracht. 2,50 Euro für’s Monat. Während die Familie schraubt und dübelt, liege ich mit Zehnerleis auf der Couch und gucke Alexanderplatz, Folge VI. Biberkopf verliert seinen Arm. Später verabschiede ich mich von der Sublimation.

Sonntag, 8. Juli 2007 (Sonntagsfrühstück)
(22:11 Uhr)

Im Barfly gibts koa Brunch mehr. D’Nadja hot g’hungert. Der Richie wollt’ woanders hi. Der Theo war der oanzige. Der si mit mia des Daseins freute. Do hamma eahm dann a an am Stickerl Honigmelone zutzeln loss’n. Woilln mit der Beikost aba frühestens im September ofanga. Floradix-Eisenkur. Für mi. Nachdem mia den Theo gebadet ham, hamma den Diezie niagans gfunden. Kleine Ursachen und große Katastrophen. Diat-Pläne vom Eisdielenbesuch kompromittiert.

Montag, 9. Juli 2007 (Tiffy oder Piggy?)
(21:22 Uhr)

Notfalls muß man mit den Kollegen zusammenarbeiten. Bananen und Obst in der Küche werden auch immer kleiner. Apple fürchtet den morgigen Streik. Erich macht sich Sorgen um Schweinsteiger. Nadja hält ne Hausratversicherung für zu teuer. Ihre neue Frisur orientiert sich an der Sesamstraße. Welcher Teenager mit iPod und Sieben-Megapixel-Kamera braucht ein Walkman-Fotohandy mit Cybershot?

Dienstag, 10. Juli 2007 (Controller und Controlleure)
(22:27 Uhr)

Selbst ein SimpleFormController kann einem zu schaffen machen. Buddha meint, der Dalai Lama habe so ein schönes Lächeln. Sonnenstrahlen am Nachmittag. Ein Hauch von Wärme. BVG wagt es an einem Streiktag, die Fahrausweise zu kontrollieren. Unser Dönerbrater zu Theo: Sohnemann? Etwas pummelig. Gerät nach Papa. Mündliche Noten in Berlin sehr hoch gewichtet. Wozu gibt es hier noch Walldorfschulen?

Mittwoch, 11. Juli 2007 (Schlafende Babies soll man nicht wecken)
(23:33 Uhr)

Nadja veranstaltet ein Kaffeekränzchen und guckt Jeff Bridges. Papa Hochofen macht Überstunden. Die Karrierefrau reist nach Rügen. Just dann, wenn wir in Österreich weilen. Nadja würd’ gern auf das Steely Dan Konzert gehen. Apple fliegen irgendwelche Booleans um die Ohren.

Donnerstag, 12. Juli 2007 (Püriert ihr schon? Oder stillt ihr noch?)
(22:42 Uhr)

Schon wieder länger geblieben als geplant. Nadja schimpft. Verspreche ein Picknick an der Havel. Dies wiederum findet Theo nicht so lustig. Und läßt sich nicht mal durch Mamas Brust beruhigen. Erstmals. Beinahe Karotten püriert. Mit dem neuen Stabmixer. “Aber bevor ich klauen gehe oder alte Leute überfalle, verkaufe ich lieber hier den Straßenfeger.” Manche Marketing-Aktionen in der S-Bahn haben einen Touch von Erpressung. Besonders wenn alte Leute im Abteil sitzen.

Freitag, 13. Juli 2007 (Schnulleralarm)
(23:50 Uhr)

Stundenlange Kämpfe auf Nebenkriegsschauplätzen. Abends gegrillt. Apple hat sein Bild fotografiert und das Dichten aufgegeben. Die Traumata gingen aus. Nadja wäre gern ein wenig geritten. An alkoholfreies Bier hat mal wieder keiner gedacht. Gasluftballons an Kinderwägen kommen gut. Zu viele Babies auf einem Haufen. An jedem Tisch sitzt ein Baby oder ein Raucher. Die Zigarette als Schnullerersatz. Gewöhne mich an die neue Frisur meiner Frau.

Samstag, 14. Juli 2007 (Die besten Franzosen kommen aus Italien)
(23:28 Uhr)

Waren fünf Stunden später dran als geplant. Mit allem. Nur Deppen kaufen Samstag nachmittags ein. Bei 30 Grad. Wenigstens keine Schlange an der Kasse. Dritter gemeinsamer Versuch mit der Nationalgalerie. Wieder keine Schlange an der Kasse. Auch nicht beim Einlass. Mußten mit dem Lastaufzug nach unten fahren. An den Moma-Hockern vorbei. Theo hat’s noch nicht so mit der Kunst. Terror schon bei Manet und Degas. Überlasse Nadja den Audio-Guide und versuche, das Kind im Foyer zu beruhigen. Gut daß man vom Café in den letzten Ausstellungsraum schielen kann. Da hing er. Nadjas Lieblingsmaler Modigliani. Gleich dreimal. Den Pointilismus ließ ich mir vom Kinder-Audio-Guide erklären. Sehr empfehlenswert. Ich glaube, der wird gesprochen von diesèm Komikèr mit dem Wischmopp. Alfréd. Oder so. Zumindest hört er sich so an. Die Spandauer Grillparty mit Regen, Lautsprechern und Moskitos, die wir uns after art noch zutrauten, war Theo dann doch etwas zu viel. Nadja tritt noch in ein Fettnäpfchen, staubt ein Eis ab. Und es geht wieder nach Hause. Mitternachtsschwimmen fällt wegen Schnupfen aus. Zur gleichen Zeit sucht Number Four nach einer Begleitung für den Kocherlball.

Kommentar
 
  • Sophie Philo ( 16.07.2007 um 19:00 Uhr )

    Laufen schon Wetten auf seine ersten Worte ? Ich tippe, rein mit der Vererbunglehre begründet, auf “Hallo Welt”.

  •  
  • Henri Hochofen ( 4.08.2007 um 12:58 Uhr )

    Es werden noch Wetten angenommen. Rummenigge steht bei 3:1. Für “Hallo Welt” liegt die Quote bei 100:1.

  • Sonntag, 15. Juli 2007 (Die ganze Welt dreht sich um dich)
    (22:17 Uhr)

    Theo dreht sich nun selbständig auf den Bauch. Auf den Rücken zurück kommt er noch nicht. Kurzer Spaziergang in den Spandauer Forst. Nadja wettert über eine Hundebesitzerin. Der Säugling weigert sich bis elf hartnäckig einzuschlafen. Das Gelalle verspricht, bald zweisilbig zu werden. Im Sommer sollte man nicht kochen. Wenn man auf jugendliche Mitesser hofft.

    Montag, 16. Juli 2007 (Mies an Tropen)
    (23:22 Uhr)

    Versuche, wenigstens während der Hitzewelle früher Feierabend zu machen. Als ich aus dem klimatisierten Büro nach draußen komme, laufe ich gegen eine Wand tropischer Luft. 50 Grad in der S-Bahn. Merkwürdige Regenschauer unter blauem Himmel. Abendausflug an den See, wo ein Neoprenanzug Anti-Werbung für den Tauchsport macht. Stechmücken. Theo erlernt neue Techniken. Unvermitteltes Heulen. Ohne erkennbaren Anlaß. Mit unerreichter Leidensmiene. Die Gerüchte scheinen wahr. Die anstrengendsten Zeiten stehen uns erst bevor.

    Dienstag, 17. Juli 2007 (Mücken, Mücken, Mücken)
    (22:12 Uhr)

    Der Logan bekommt ein Lob für sein Aussehen. Lesen Chinesen von oben nach unten? Oder macht der ein Kreuzworträtsel? Ärgere mich schon wieder mit dem TPTP-Profiler rum. Das Experiment Englisch-Camp wird vorzeitig abgebrochen. Dafür gibt’s DVDs mit englischen Untertiteln. Wieder am See. Richie und Nadja schwimmen. Der Rest der Familie läßt sich von den Mücken terrorisieren und paßt auf die Wertsachen auf. Schneide das Konfirmationsvideo. Nadja näht neuen Baby-Sommer-Schlafsack. Aus Bettbezug und Body.

    Mittwoch, 18. Juli 2007 (Lavendel oder Kautabak)
    (22:37 Uhr)

    Indien plant Kondom mit Kautabak-Geschmack. Was tut man nicht alles für die Fellatio-Quote. Frau Kruses Apotheker hat erzählt, die Mücken verdankten wir der hohen Luftfeuchtigkeit. Heute hatte sie 80%. Fürchterlich. Gestern nur 60%. Da waren keine Mücken im Schlafzimmer. Frau Malchow hat Lavendel vorm Schlafzimmer. Nadja legt sich ein Profil bei Yourcha an und guckt Breakfast at Tiffany’s. Das Homevideo ging sich nicht mehr aus. Theo wird immer anspruchsvoller.

    Donnerstag, 19. Juli 2007 (Moskitonetz)
    (22:43 Uhr)

    Für ein Big Bang reicht selten ein Meeting allein. Überstunden. Hibernate-Exception. Praktikum im Webdesign. Theo schläft wieder leichter ein. Nadja bringt Moskitonetz am Schlafzimmerfenster an. Mit Erfolg. Das Video muß nachbearbeitet werden. Hab ich früher auch so laut gedacht? Man wird ungerecht im Alter.

    Freitag, 20. Juli 2007 (Warum sollten FAZ-Leser keine Steine werfen?)
    (21:49 Uhr)

    Erich klagt über die Nachtschicht. Mir könnte nächste Woche auch eine bevorstehen. Richie überläßt das Denken und die Wochenendplanung anderen. Leserstudie. Die Dame mit der Zeitschrift “Menschen”, die sich die Haare nicht färbt, wirkt leicht esoterisch angehaucht. Oder sie hat mal Sozialpädagogik studiert. Der bullige Bildzeitungsleser hat sich gerade einen neuen DVD-Player gekauft. Porno oder Action? Und wenn der Typ mit der taz keine Familie hat, dann hat er mit Sicherheit schon mal irgendwo für den Gemeinderat kandidiert. Hier ist irgendwo ein Circus aus Las Vegas, sagt Frau Kruse. “Aber daran haben Sie vermutlich auch kein Interesse!”

    Samstag, 21. Juli 2007 (Dort wo die Blumen blüh’n)
    (22:56 Uhr)

    Nadja schafft mal wieder einen Comic. Director’s cut für’s Konfirmationsvideo. Beim Italiener um die Ecke entdeckt Theo seine Liebe zu Blumen. Theo entdeckt Blumen Nur Giovanni wird nicht mehr viele Blumen entdecken. Harry Potter kommt zusammen mit der Bayern-Jahreskarte an. Die ersten Leichen säumen Harrys Weg.

    Sonntag, 22. Juli 2007 (Über sieben Brücken mußt du geh’n)
    (23:16 Uhr)

    Nadja verspricht besuchenden Kindern märchenhafte Spielplätze hinter den sieben Brücken. Gesunder Dinkel-Quark-Kuchen. Hedwig fehlt. Nadja liest sich neu in Python ein. Maman wünscht ein Update der Gästeliste. Es fällt schwer, den siebten Band aus der Hand zu legen. Schlafmangel.

    Montag, 23. Juli 2007 (head and shoulders)
    (21:22 Uhr)

    Dobby ist tot. Erich liest noch Band 6. Den Urlaub muß man immer vor’m Release einreichen. Rheuma geht auf die Schultern über. Theo bekommt ein paar Löffel Karottenbrei. Nadja entdeckt die Freizeitanlage Südpark. Bayern soll in erstaunlicher Frühform sein.

    Dienstag, 24. Juli 2007 (Rheuma verdirbt den Charakter)
    (23:27 Uhr)

    Nadja inspiriert sich selbst. Der Comic nimmt wieder Fahrt auf. Theo leckt am Butterbrot. Erich hat den Auftrag nicht vergessen, sondern ignoriert. Man verlernt Mitleid. Als Rheumatiker. Neun Jira-Tickets im Postfach. Businessausdruck des Tages: Feature-Adoption.

    Mittwoch, 25. Juli 2007 (Umwege und Umleitungen)
    (22:12 Uhr)

    Ausflug nach Birkenwerder. Nicht so einfach zu erreichen. Zwischen den Autobahnkreuzen. Einen Swimming-Pool im Garten möcht’ ich nicht. Schweizer Pizza. Für Theo war der Tag ein wenig lang. Nadja meint, sie wäre hier schon hundertmal gewesen. Ich könne ihren Ortskenntnissen vertrauen. Und ich vertraute ihren Ortskenntnissen. Einer der Party-Gäste kann im Harry-Potter-Zimmer schlafen. Deathly Hallows übrigens beendet. Bin zufrieden.

    Donnerstag, 26. Juli 2007 (Tarnen und Täuschen)
    (22:03 Uhr)

    Nacharbeiten am Portugiesen. Refactoring around the clock. Drüben fehlt mal wieder ein Index. Sogar BVB-Fans ganz aus dem Häuschen. Über Ribéry. Harry-Potter-Schlafmangel noch nicht auskuriert. Erichs Wahrscheinlichkeitsalgorithmus wird immer simpler. Angeblich schätzte man mich vor diesem Projekt als umgänglich und freundlich ein. Irgendwann mußte die Tarnung auffliegen.

    Freitag, 27. Juli 2007 (Ulrich Mühe ist tot)
    (23:31 Uhr)

    Hätt’ ich mich doch um fünf vom Acker gemacht. Nadja wartet mit Spinat, Nudeln und Lachs. Zweimal der letzte Zeuge. Jo Hoffer zur Zeit mein Lieblingskommissar. Isar-Zigaretten gekauft. Deeskalation ist meine Stärke nicht. Dieser Tage.

    Samstag, 28. Juli 2007 (Sleeping anywhere)
    (23:15 Uhr)

    Spaziergang durchs Industriegebiet. Theo bekommt zwei Löffel Bananenmus. Ligapokal leider ohne Ribéry. Aber mit Ze Roberto. Zentral vor der Abwehr. Ideal. Etliche Male eingeschlafen und aufgewacht. Im Wohnzimmer. Beim Zähneputzen. Bei Licht im Bett. Und natürlich als Theo kam.

    Sonntag, 29. Juli 2007 (Gewichtige Argumente fürs Plastikgeschirr)
    (23:15 Uhr)

    Film für die Oma geschnitten. Theos Hungerschübe nehmen zu. Doch schon früher mit der Beikost beginnen? Stelle mich mit Theo auf die Waage. Nadja muß lachen. Vermutlich kann sie sich mein Gewicht ausrechnen. Woher kommt sein Ekzem? Theos Ansprüche wachsen weiter. Wenn er den Tisch weiter so abräumt, werden wir bald mit Plastikgeschirr tafeln. Ingo erwartet meine Jahreskarte. Sein Auto fährt noch. Und auch der Bombenleger hat sich am Baby-Boom 2007 beteiligt. Rheumaschub mit enormen Bewegungseinschränkungen. Alarmstufe eins. Hoffe auf Diclofenac. Nadja träumt von Herrn Bechterew.

    Montag, 30. Juli 2007 (Work-Life-Balance)
    (22:25 Uhr)

    Eine Stunde früher kommen und eine später gehen. Das kann es doch nicht sein. Diclofenac-Einsatz wird verlängert. Gottseidank wissen die Typen aus der S-Bahn nicht, was ich denke. Auch Apple hat den Harry Potter schon beendet. Nadja erwähnt eine nahe Rheumaklinik. Steckdosenleisten mit Kindersicherung bestellt.

    Dienstag, 31. Juli 2007 (Bio, Bio und nochmals Bio)
    (23:42 Uhr)

    Ein Kapitän verläßt das Schiff. Software-Architektur-Workshop. Hoffentlich glauben die Kollegen jetzt nicht wieder, daß ich immer so fröhlich bin wie heute. Das Diclofenac hebt das Gemüt. Zweimal hintereinander hatt’ ich lange nicht. Richie plant bereits den Sommerurlaub 2008. Nadja kleidet mich für die Taufe ein. Theos Ekzem verschlechtert sich. Sofortmaßnahmen. Biowaschmittel. Minimalspeiseplan der stillenden Mutter.

     
     

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