Sehnsucht nach der Bohème Bourgeoiser End-Dreißiger blickt in eine rosige Zukunft
Drum prüfe, wer sich ewig bindet...

Ehevertrag oder Berliner Testament

Trauschein oder Scheinehe?

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Tagebuch von Henri Hochofen

November 2006

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Mittwoch, 1. November 2006 (Allerheiligen)
(23:40 Uhr)

Allerheiligen in Bayern. In Berlin nicht. Nadja interpretiert eine Nachricht sehr viel positiver als ich. Dussmann scheint mir nicht sehr preiswert. Derek bekommt angeblich zu Hause so oft Nudeln. Trotzdem setzte ich die Zwölf Apostel durch.
Karikatur Hochofen von Rüdiger
Kritik am Papstbesuch. Neue Vorschläge für Dereks Bandprojekte. Er soll es mal mit deutsch versuchen. Julia, die sich morgen eine Mütze kaufen will, ist immer noch Vegetarier. Nadja kämpft mit ihrem Dostojewski. Rüdiger hat schon wieder Urlaub und versucht sich als Karikaturist. AOK Berlin denkt über 18 Prozent nach. Hoffentlich geht es ihnen wie Möllemann. Wie schön war’s bei der AOK München!

Kommentar
 
  • Stefan ( 6.11.2006 um 18:09 Uhr )

    Das mit deutschen Texte ist eine gute Idee. Seine Sängerin hat ja auch Ähnlichkeit mit Anette Louisan. Allerdings müssen die Texte dann wirklich sehr besonders gut sein.

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  • Henri Hochofen ( 7.11.2006 um 02:19 Uhr )

    Die Qualität der Texte muß in der Tat sehr besonders gut sein…

  • Donnerstag, 2. November 2006 (Waschen in Wedding)
    (23:33 Uhr)

    Euro-Scheine, die in der Hand zerbröseln. Erinnert mich an die zwei Zigeunerinnen. In Chile. Oma sagt, in Niederbayern liegt schon Schnee. Rüdiger bemerkt meinen Verzug beim Diario. Der Stress. Woody Allens Adoptivtöchter können aufatmen. Lange nicht mehr im Waschsalon gewesen. Mittlerweile ist jede dritte Maschine außer Betrieb, inklusive des Geldschein-Sensors. Spinnweben zu Hause am Wäscheständer. Nadja nimmt zu. Simone möchte Babykleidung kaufen. Und ich möchte länger schlafen.

    Freitag, 3. November 2006 (Da steht ein Pferd auf der A100)
    (23:07 Uhr)

    Mein Worst-Case-Szenario war zu optimistisch. Unfall auf der Autobahn. Komme hinter einem Pferde-Transporter zu stehen. Der Anschluß-Stau bildete sich an der folgenden Raststätte. Meine prospektive Ehefrau erwartet mich mit neuen Ultraschall-Aufnahmen. Und Nadja gratuliert ihrem Gönner und Förderer zum Ruhestand.

    Samstag, 4. November 2006 (Als das Kind Kind war)
    (23:30 Uhr)

    Auch Bremen kostet die Champions-League die ersten Punkte. Diskussion über Schwimmhallen-Rutschen und wie leicht man manchmal anstoßen kann. In der Neptunhalle. Im Fünfzig-Meter-Becken. Als das Kind Kind war. Genügten ihm als Regisseur Wim und Wenders. Und das ist manchmal immer noch so. Gleich die Familie miteingeladen. Zum Video-Abend. Himmel über Berlin. Gäste waren tapfer. Nein. Bruno Ganz war kein Ostschauspieler. Couvade-Syndrom macht mir immer mehr zu schaffen.

    Kommentar
     
  • P. Falk ( 6.11.2006 um 14:04 Uhr )

    I can’t see you, but I know you’re here!

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  • Henri Hochofen ( 7.11.2006 um 02:18 Uhr )

    Compañero!

  • Sonntag, 5. November 2006 (Gegen den Strom)
    (23:48 Uhr)

    Der Mythos ist in letzter Zeit ein wenig kurz gekommen. Primbs erinnert sich an sein Studium und die zwei Seiten einer Medaille, auf der ein Engel Hugenotten erschlägt. Hat sein Handy verloren und sein Kennwort vergessen. Und kein Glück mit Handy-Suchdiensten. Dabei funktioniert die Ortung doch wirklich schon ganz ordentlich (http://www.celtascortos.org/moviles/ge/index.htm). Ich hab’ ohnehin einen Verdacht, wo es liegen könnte. Bayern holt in Schalke ein 0:2 auf. Zickler führt Salzburg zur Herbstmeisterschaft. Steuererklärung mit Nadja. Ich fürchte, ich bringe Schulden in die Ehe. Kein Stromausfall in Mecklenburg-Vorpommern. Kein Tatort. Elizabeth hat Nadja ein bißchen Angst gemacht.

    Kommentar
     
  • Stefan ( 7.11.2006 um 22:07 Uhr )

    Und hier gibt es jetzt auch das Bild zum Killing Angel:

    http://blogs.pm-history.de/MythenBlog/stories/1711/#1830

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  • Henri Hochofen ( 8.11.2006 um 08:53 Uhr )

    Ja. Das vernetzte Bloggen.

  • Montag, 6. November 2006 (Die Legende vom heiligen Schal)
    (23:25 Uhr)

    Selten so gut im Zug geschlafen, wie heut’ morgen. Primbs vergleicht Rebekka Bösl mit Anette Louisan. Münti holt den roten Schal wieder rausl And so do I. Um Struck mache ich mir Sorgen. Wowereit schafft Kultursenator ab und geht selbst auf die Vernissage. Das Geheimnis im Moor. Ruhiger, kleiner Film über die DDR. Nadja muß mehr Wasser trinken. Die Batterieanzeige meines Notebooks ist verschwunden. Ereignisarmer Tag zwischen Controllern und Viewresolvern. Claudia hat mal wieder angerufen und sich beschwert. Weil ich mich gar nicht mehr melde. Ob mich die Angst vor Ödipus so beschäftige.

    Dienstag, 7. November 2006 (Und das Leben ist nicht leicht. Für die römischen Legionäre.)
    (23:57 Uhr)

    Schuster leistet sich Ballack-Kritik. Kondolieren klingt vornehmer als gratulieren. Anteilnahme ist Anteilnahme. Auflösung des Wohnzimmers rückt näher ins Bewußtsein. Babywiege ist bereits ausgesucht. Nadjas Tage müssen länger sein als meine. Bremen beißt sich oben fest. Uli vertröstet auf Ostern. Ein Thread kommt selten allein. Langsam verstehe ich das Leben in Kleinbonum als Parabel. Es ist noch Diclofenac da.

    Kommentar
     
  • Uderzo ( 8.11.2006 um 16:11 Uhr )

    Und wer sind die unbesiegbaren Gallier?

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  • Henri Hochofen ( 8.11.2006 um 23:36 Uhr )

    Bei Kafka hat auch nie jemand gefragt…

  • Mittwoch, 8. November 2006 (Erste Heimniederlage)
    (23:25 Uhr)

    Bayern verliert zum dritten Mal gegen einen Tabellenletzten. Langsam wird’s ernst. Da will einem auch der vegetarische Döner nicht schmecken. In New York kann man sein Geschlecht im Personalausweis ändern lassen. Ohne Operation. Prima. Erleichtert die Homo-Ehe. Schäuble hält die Rente mit 67 nicht für das Ende der Entwicklung. Die Arbeit von Malern wird auch erst posthum honoriert. Die Fifa klagt auf Rückerstattung ihres Mülls. Nadja ist gerührt. Amüsanter Zickenkrieg im SWR. Quergefragt. Eva Herman contra Birgit Ehrenberg. Das Zitat von Hermans Oma. Was stört’s den Mond, wenn ihn der Mops anbellt. Kann bestätigt werden. Ein Ringrichter hätte den ungleichen Kampf vorzeitig abgebrochen.

    Donnerstag, 9. November 2006 (Warten)
    (22:53 Uhr)

    Zu lange in der Arbeit geblieben. Merkwürdiger Bug. In der S-Bahn verkündet ein Irrer, dem Berliner Oberbürgermeister ein Leid antun zu wollen. Und daß er sich an dem Tage Schampus leisten würde. Dabei hab’ ich heut’ im Philosophie-Seminar gelernt, daß alle Menschen grundsätzlich gut wären. Es muß dumm heißen. Magath begegnet der Krise ruhig. Hoffentlich gibt man ihm noch etwas Zeit. Nadja sehr müde. Und ich warte. Auf den deus ex machina. Nicht auf Godot.

    Freitag, 10. November 2006 (Brandenburg-Ticket)
    (23:56 Uhr)

    Verlorene Stunden. Bei der Fehlersuche. So hartnäckig wurde schon lang nicht mehr versucht, mir ein Brandenburg-Ticket anzudrehen. Mein Zug hielt auf freier Strecke. Wie ich letzte Woche auf der Autobahn. Um den Abstand zum Vorzug zu wahren. Beim Duty Free am Flughafen werden Schnapsflaschen mittlerweile durchsichtig verschweißt. Der gläserne Alkoholiker. Ein Volkswirtschaftler liest ein Kapitel über Liebe und Partnerschaft, schimpft über das undurchsichtige politische System, über die Staatsverschuldung und sucht Arbeit. Will sich aber Zeit lassen. Bis ihn etwas begeistert. Nadja hat ein bißchen Kopfweh. So wie wir im Schwimmbad einen Nichtschwimmerbereich finden, sollte jede Bibliothek eine Nichtdenkerecke bereitstellen. Hansa-Fans singen Griechischer Wein. Gega Monika Gruber kamma eigentlich nix song. Auch Bremen verliert mal wieder zu Hause. Kampf um die Schnapspralinen. Nadja bekommt den Bestseller von Kerkeling.

    Samstag, 11. November 2006 (Bayern kommt zurück)
    (22:41 Uhr)

    Badregal und Gardinenstange aus dem Dänischen Bettenhaus. Nadja quält mich mit der Klaus Renft Combo. Bayern liegt in Leverkusen nach 80 Minuten 2-1 zurück und dreht das Spiel. Richie geht auf eine Geburtstagsparty. Karl aufs Konzert. Beim Abendspaziergang den Schwager getroffen. Ansonsten geht die zweite Staffel Twenty Four langsam zu Ende. Kinder wollen feste Mittagszeiten. Nur. Alle wollen andere.

    Sonntag, 12. November 2006 (Die Gefühle haben Schweigepflicht)
    (21:35 Uhr)

    Frühstück im Bett. Um neun. Dafür großes Mittagessen um halb eins. Mit zwei Soßen. Ein Spaziergang in einen Friedhof mit persönlicher Geschichte. Versehentlich zum Kaffeetrinken in einen Seniorentanz geraten. Ein Sonntag in Mecklenburg. Der DJ spielt Patrona Bavariae. Ohne die ganz große Resonanz. Und dann geschah etwas, was mir zu denken gibt. Ich muß da einen musikalischen Trend völlig verschlafen haben. Oldies wie Du kannst nicht immer Siebzehn sein sind mir gut bekannt. Aber wie kommt es, daß eine leere Tanzfläche sich binnen Sekunden füllt. Bei einem Lied mit dem Titel. Die Gefühle haben Schweigepflicht. Auch Nadjas Kakao war zu süß. Bei Tee und Keksen versuchten wir Richie zu einem Berliner zu überreden. Nadja absolviert brav ihre Gymnastik und verordnet mir ein paar Seiten aus Elizabeths Hebammenbuch.

    Kommentar
     
  • D.Olby ( 13.11.2006 um 13:26 Uhr )

    Mit dem TopHit: “Die Gefühle haben Schweigepflicht” landete Andrea Berg einen Dauerbrenner. Über Monate wurden wöchentlich weit über 120 Radio-Einsätze gezählt.

    http://www.andrea-berg.de/gefuehle.37.0.html

  •  
  • Henri Hochofen ( 14.11.2006 um 08:28 Uhr )

    WEIT über 120 Radio Einsätze?
    Respekt.

  • Sonntag, 12. November 2006 (Sind wir nicht alle ein bißchen maso…)
    (23:04 Uhr)

    Erwin unterstellt mir masochistische Tendenzen. Weil ich vorm Speisesaal auf die Karte gucke. Oder zum Beispiel mit dem Fc Bayern eine große Angriffsfläche biete. Namen für das neue Projekt und den neuen Server gesucht. Britney Spears’s Ex droht mit Veröffentlichung seiner Sex-Videos. Als ob die unter den ganzen Britney-Spears-Fakes auffallen würden. Gut daß ich mein Tamiflu nicht prophylaktisch einnehme. Dafür wohne ich zu nah an der S-Bahn. Der Kaiser muß sich um seine Kinder kümmern. Nadja meint, eine Wohnung in Steglitz zu finden, wäre kein Problem.

    Dienstag, 14. November 2006 (Shortcuts)
    (23:45 Uhr)

    Auch Pitt und Jolie lassen ihre Hochzeit nicht bei Tussaud nachstellen. Bond fährt wieder Ford. Wie kam ich eigentlich seinerzeit zu meinem Ford Taunus? Ein Abiturient muß über siebzig Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz schreiben. Maman hat sich von Nadja die Adresse des Hotels geben lassen. Hoffentlich wird Woody Allen auch so alt wie Johannes Heesters. Harry zeigt kein Interesse an einer Senior-Stelle. Beinahe Adventskalender gekauft. Die Frisur, die Nadja mir verpaßt hat, will sich nicht so recht ins Gesicht fügen. Vielleicht verschieben wir das Foto. Mißverständnisse verkürzen die Nacht.

    Mittwoch, 15. November 2006 (Anhalten)
    (22:58 Uhr)

    Harry scheint einen Vertrag ohne Probezeit unterschrieben zu haben. Die Schwiegereltern äußern Kritik, daß ich nicht förmlich um Nadjas Hand angehalten habe. Kantinenangebot womöglich zu reichlich.

    Donnerstag, 16. November 2006 (Das Ende einer Junggesellen-Bude)
    (23:18 Uhr)

    Man macht sich Sorgen, daß ich zu viel arbeite. Zurecht. Rudolf Luers vom Gesamtverband Deutscher Holzhandel brüstet sich bei Monitor für seine gute Lobby-Arbeit. Gut für die Holzindustrie, schlecht für die Umwelt. Auf diese Vorstellung hin würde ich als Parlamentarier den Gesetzesantrag nachträglich noch mal einreichen. Korruptheit hin oder her. Simone drängt auf die Tantenschaft. Nadja schon fast im Flitterurlaub.

    Freitag, 17. November 2006 (Ganz ohne Weiber geht die Gose nicht)
    (23:31 Uhr)

    Gibt’s eigentlich auch noch Juristen ohne Doktortitel? Mecklenburg-Vorpommern kann laut Marketingabteilung im Niedriglohnbereich durchaus mit China oder Indien konkurrieren. Nadjas Zug überfüllt. Wurde in der ersten Klasse geduldet. Fast bis Lichterfelde Ost. Aufbruch nach Leipzig. In unser erstes Hotel. Abends ohne Bedenken in die Gosenschenke. Gorbi hängt noch da.

    Samstag, 18. November 2006 (Hochofen hat geheiratet)
    (23:59 Uhr)

    Hochofen-Hochzeit. Keine Presse, keine Verwandten, keine Freunde. Wenigstens die Braut war da. Ablauf. 8:30. Aufstehen. Frühstücken. 9:15. Rasierschaum besorgen. 9:30. Waschen, Zähne putzen, duschen, rasieren. Preisschilder abmachen. Anziehen. 10:00 Stativ aufstellen. Hotelzimmer in Fotoatelier umwandeln. Hochzeitsfotos. 11:00. Fahrt zum Standesamt. Nadja kennt den Weg. Sonderparkerlaubnis im Gepäck. 11:20. Spaziergang ums Standesamt. Letzte Bedenken. 11:50. Wir gehen rein. 12:10. Standesbeamte klären letzte Fragen. 12:20. Zeremonie beginnt. Muß als erster mein Credo abgeben. Hätte peinlich werden können. Aber auch Nadja bejaht. Standesbeamtin bittet uns, nicht nur nebeneinander, sondern auch füreinander und miteinander zu leben. 12:45. Pizzeria auf dem Trallewatsch. Nadja verlangt nach Sekt. Komme in Argumentationsnöte. Eins fällt mir nicht ein. Daß die meisten Ehen wieder geschieden werden. 14:30. Kleiner Stadtbummel. 15:00. Motette und Kantate in der Thomaskirche. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. Der Tenor hört ungezählte Male mitten in meinen Leiden ein Trostwort, das sein Jesus spricht. Number Four ist stolz auf uns. Und beschäftigt sich ein wenig mit der Physik der Aggregatzustände.
    Hochofen mit Ehering
    16:30: Kaffee im Riquet. Ein älterer Berliner erzählt seiner leicht jüngeren Freundin, wie er sich dazumal der Stasi erwehrte. 17:00. Ein Blick in Auerbachs Keller. Türsteherin. Dann schon lieber ins Hofbräuhaus. Oder nach oben in die Mephistobar. Für einen Cocktail. Da fällt mir der alte Witz ein. Daß ein Mann sich immer an seinen Hochzeitstag erinnert. War schließlich der Tag, an dem Bayern den Vfb 2-1 nach Hause schickt. 19:00 Zwei Karten für Heiner Müllers Quartett liegen abholbereit auf den Namen Hochofen. Ebenso zwei Karten im Kabarett Sanftwut. Für Mach’s gut, Angie. War uns aber nix. Irgendwie. 19:30. Versuchten unser Glück lieber in der Pfeffermühle. Bekamen zwei Klappstühle. 22:00. Die Kneipe neben der Pfeffermühle blieb nach der Veranstaltung erstaunlich leer. 23:00. Ankunft im Hotel. Maman ließ uns Blumen und Pralinen aufs Zimmer bringen. 23:15. Nadja bekommt ihr Schlückchen Sekt. 23:30. Lassen Hochzeitsnacht ausfallen. Zuviel Kultur.

    Kommentar
     
  • Junggeselle ( 22.11.2006 um 14:57 Uhr )

    Also doch Herr Hochofen,
    war die Ehe nicht mal
    Lebensende mit drei Buchstaben?
    Mein Beileid.

  •  
  • Henri Hochofen ( 24.11.2006 um 09:04 Uhr )

    Wir bitten von weiteren Kondolenzbekundungen in den Kommentarseiten abzusehen. Sie werden ungesehen gelöscht.

  •  
  • Thoml ( 27.11.2006 um 16:29 Uhr )

    Alles Gute!
    kommentar siehe meine hp.

  •  
  • Henri Hochofen ( 3.12.2006 um 23:24 Uhr )

    hut ab

  • Sonntag, 19. November 2006 (Volkstrauertag)
    (22:17 Uhr)

    Gestern erst geheiratet. Und heut’ ist schon Volkstrauertag. Die Chefin vom Hotel findet Heiraten immer so romantisch. Und verabschiedet sich von uns. Den Tränen nahe. Zurück nach Mecklenburg. Durch ein Schlechtwettergebiet. Nadja freut sich über einen Psychologie-Ratgeber. Berliner Tatort. Und wie üblich. Am Sonntag. Früh zu Bett. An so ‘nen Ehering muß man sich erst gewöhnen. Nadja zeigt mir den Original-FC-Bayern-Adventskalender.

    Montag, 20. November 2006 (Diät)
    (23:34 Uhr)

    Stell’ mir gerade vor, Daum wäre damals Nationaltrainer geworden. Wortmann Sommermärchen hätte wohl anders geheißen. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Rostock holt 1:4 auf. Nadja vergißt ihr Portemonnaie. Theo liegt falsch. Mittags nur Salat. Jedoch. Anschließend. Ein Dessert. Und abends Kartoffelchips. Amazon bietet bereits Vorbestellungen für Harry-Potter Sieben an.

    Dienstag, 21. November 2006 (Diclomatische Lösungen)
    (23:44 Uhr)

    Kann bald meine JMeter-Testreihen beginnen. Nadja denkt an Nebenjobs und übernimmt Hibernate-Aufgaben. Sogar Magdeburg hat ein Hundertwasser-Haus. Diclofenac unumgänglich. Kann kaum laufen. Raucherstäbchen genauso schädlich wie Passiv-Rauchen. Hätt’ ich in meiner Sechser-WG wissen müssen. Neues Firmenschild. Vorstellung des Fortbildungsetats.

    Mittwoch, 22. November 2006 (Room for improvement)
    (23:53 Uhr)

    Schon wieder ein anderes Konfigurationsformat. Karl zeigt Defizite. Oder wie unser native speaker sagen würde. There’s room for improvement. Nadja traurig. Chips beim Ausstand eines Kollegen gefährden mein Diätkonzept. Zumal ich mir noch einen vegetarischen Döner besorgte. Nahm alkoholisiert die offiziellen Glückwünsche Benedikts entgegen. Udo und Karrierefrau von der Au inclusive. Der Nettelbeckplatz dürfte einer der Plätze Berlins sein, die den ganzen Advent ohne Weihnachtsstand auskommen.

    Donnerstag, 23. November 2006 (Wenn der Golfstrom kippt)
    (10:58 Uhr)

    Mein Test-Tomcat macht mir Sorgen. Gibt mehr Gymnasien mit Latein ab der Fünften als man denkt. Auch Nadja möchte einen Ausflug nach Magdeburg unternehmen. Wenn der Golfstrom kippt, scheint der Studenten-Aktivist aus der U-Bahn vorbereitet zu sein. Die Temperaturen bei uns werden denen Alaskas gleichen. Eskimos haben keinen Bechterew. Ein Straßenfeger-Verkäufer möchte sein einziges Exemplar nicht veräußern. Der Respekt vor Amt und Wort des Bundespräsidenten verbietet es, über seine Äußerungen eine “aufgeregte öffentliche Kontroverse auszutragen”. Sagt Merkel. Und stärkt Rüttgers den Rücken. Nun hat die SPD ihr Machtwort. Versuche eine Nacht ohne Diclofenac.

    Freitag, 24. November 2006 (Zukunftspläne)
    (23:39 Uhr)

    Freemarker macht nicht nur in Gettern. Nadjas Lupo wird abgeschleppt. Vielleicht gibt es einen Schwangeren-Bonus. Wort- und kurvenreicher Spaziergang durch die Vorstadt. Die nächste Zukunft betreffend.

    Samstag, 25. November 2006 (Die ersten Vanillekipferl des Jahres)
    (23:51 Uhr)

    Schon um halb acht aufgestanden. Konnte nicht mehr schlafen. Morgenspaziergang. Warte mit ein paar Rentnerinnen, die sich an ihren Einkaufswägen festhalten. Auf die Öffnung des Supermarkts. Großeinkauf. Angesichts des nahen Advents Vanillekipferl-Teig gekauft. Und Tannengrün. Richie bastelt ‘nen Adventskranz. Ich backe. Und Nadja arbeitet. Die Entscheidung, so bald wie möglich nach Berlin zu ziehen. War unausweichlich und mußte getroffen werden. Diverse Bahnhofsrunden. Und Parken beim Schwager. Deisler führt Bayern zum Sieg.

    Sonntag, 26. November 2006 (Schwer man.)
    (23:12 Uhr)

    Nadja entdeckt Wohnungen, die in Frage kommen könnten. Sogar ohne Provision. Kinderwagen ersteigert. Wieso sind Verstärker so groß? Nach dem vielen Salat letzte Woche. Hätte ich mich leichter gefühlt. Allein. Die Waage spricht was anderes. Der Mexikaner besticht nicht durch kleine Portionen. Zu Fuß hin. Zu Fuß zurück. Es war einer dieser harmonischen Tage. Vanillekipferl umsonst gegessen. Advent beginnt erst nächsten Sonntag.

    Montag, 27. November 2006 (Wohnungssuche beginnt)
    (23:50 Uhr)

    Dieses Weckerklingeln um halb vier bringt mich noch um. Der Tomcat will immer noch nicht. Junior schickt Fotos von Maggies Taufe. Auch Rüdiger kommt auf die Vormerkliste für unsere Hochzeitskarte, bei der wir uns für das Fernbleiben von den Feierlichkeiten bedanken. Schönbohm endlich abgewählt. Nadjas Notebook bootet wieder. Besichtigungstermin vereinbart.

    Dienstag, 28. November 2006 (Parteivorsitzender der Herzen)
    (23:45 Uhr)

    Karl fürchtet die Straße. Nadja den Plattenbau. Nur ich blicke optimistisch. In die Reihenhaussiedlung, die uns womöglich blüht. In der U-Bahn wird eine gefragt, ob sie nicht beim “Globalen Orgasmus” mitmachen wolle. Hoffentlich sponsert Beate Uhse die Aktion mit Kondomen. Sonst geht der Schuß nach hinten los. Tôbias und Michelle, seine Ex-Freundin, bekommen auch ein Foto. Auf dem CDU-Parteitag in Dresden. Ausgerechnet hier. Bei den Enttäuschten. Wird klar. Stoiber ist der Kanzler der Herzen.

    Mittwoch, 29. November 2006 (Gemeinsamkeiten zwischen Bayern und USA)
    (23:12 Uhr)

    Richie ist nicht mehr verliebt in Berlin. Allen Carr stirbt an Lungenkrebs. Herr E. sieht mehr fern als früher, hat sich eine E-Mail-Adresse mit “_” andrehen lassen und in Rosenheim wurde ein Waffenlager ausgehoben. Sagt er. Den verliebten Schwan kennt er auch. Und für den Fall einer Hochzeitskarte droht er mit einer Weihnachts-Sms. Ein Amerikaner beschwert sich, daß die Deutschen ihn immer sofort nach George Bush fragen. Als ob es den Bayern mit ihrem Landesvater anders ginge. Entbindungstermin heißt due date. Annoncen für Karl aufgegeben. Dahlem ist vielleicht doch nicht ganz unsere Kragenweite. Nadja muß mehr schlafen. Cecilia möchte wissen, wie verbreitet PDAs in Deutschland sind.

    Donnerstag, 30. November 2006 (Souterrain o terrasse ou?)
    (23:38 Uhr)

    Besichtigungstermin. In Zehlendorf. Provisionsfreie Wohnungen bei Immoscout sind sehr verdächtig. Oder wie die Maklerin sagt. Das Problem sind die Räume unten. Vor allem für große Menschen. Bei Souterrain denk’ ich an Regensburg. Mein vermeintliches UTF-8-Problem entpuppt sich als merkwürdiges Tag: <eff>
    Nadja läßt nicht locker und schickt einen zweiten Mietvorschlag. Besichtigung am Abend. Tolle Wohnung. Würde ich sofort nehmen. Beginnen morgen den Kampf mit der Hausverwaltung. Türken feiern Benedikt. Jetzt bloß keine Vorlesung mehr halten. Lob für Ballack, Lehmann patzt. Daß sich aber auch nichts ändert.

     
     

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